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Braas Monier hält Übernahmeofferte aus USA für zu niedrig

Luxemburg/Oberursel. 

Der Dachziegel-Hersteller Braas Monier setzt sich weiterhin gegen die Übernahme durch den US-Dachbaustoffhersteller Standard Industries zu Wehr. In einem am Freitag veröffentlichten Brief an seine Aktionäre empfiehlt Braas Monier, die Offerte der Amerikaner abzulehnen. Standard Industries habe die erwarteten Kostensynergien, die sich bei einem Zusammenschluss der Firmen ergeben würden, zu niedrig angesetzt.

Braas bezifferte die Kostenvorteile aus dem Zusammenschluss auf 30 bis 40 Millionen US-Dollar. In dem Standard-Industries Angebot von 25 Euro je Aktie spiegele sich das nicht wider. Bei der Übernahme des dänischen Konkurrenten Icopal sei Standard Industries wesentlich großzügiger gewesen. Auch werde den operativen Fortschritten nicht genug Beachtung gezollt. Braas Monier habe seit 2013 seinen Gewinn um über 60 Prozent gesteigert.

Standard Industries hatte Mitte September seine Offerte veröffentlicht. Rund 40 Prozent der Anteile hat das US-Unternehmen bereits sicher und eine Mindestannahmeschwelle gibt es nicht. Die Offerte bewertet den Ziegelhersteller inklusive Schulden mit 1,9 Milliarden Euro. Braas Monier ist das allerdings zu wenig, auch am Finanzmarkt wird auf eine Aufstockung spekuliert. Die Dachholding von Braas Monier mit weltweit rund 7700 Beschäftigten hat ihren Hauptsitz in Luxemburg, die Unternehmenszentrale befindet sich im hessischen Oberursel.

(dpa)
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