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Bürgermeister wegen fragwürdiger Buchwidmung in der Kritik

Steinau a.d. Straße. 

Wegen einer fragwürdigen Widmung in einem Buch über eine Nazi-Größe ist der Bürgermeister von Steinau an der Straße, Malte Uffeln (53), unter Druck geraten. Die SPD forderte den parteilosen Rathaus-Chef der 10 000 Einwohner zählenden Stadt im Main-Kinzig-Kreis zum Rücktritt auf. Zudem wurde die Kommunalaufsicht eingeschaltet. Auch andere Fraktionen im Stadtparlament äußerten Medienberichten zufolge Kritik.

Uffeln hatte ein Buch-Geschenk für seinen Hauptamtsleiter über Adolf Hitlers Sekretär Martin Bormann mit der Widmung versehen: „Mein Sekretär! Ihnen, meinem treuen Paladin, in dankbarer Verbundenheit. Ihr Malte Jörg Uffeln ,mF' 20.04.2015.” Die Abkürzung „mF” kann auch als „mein Führer” gelesen werden. Zudem ist der 20. April das Geburtsdatum von Adolf Hitler.

Uffeln verteidigte sich. „Ich habe keine braune Gesinnung”, sagte er der „Fuldaer Zeitung”. Es habe sich um einen Scherz gehandelt. „Mein Führer” habe gelegentlich sein Hauptamtsleiter scherzhaft zu ihm gesagt, wenn Uffeln ihn gerufen habe, berichtete das Blatt (Dienstag). Ein Foto der Buchwidmung war auf der Facebook-Seite „Kein Blatt vor den Mund - Steinau Talk” aufgetaucht. Uffeln vermutet eine Kampagne gegen ihn. Der Rathaus-Chef betonte, dass es sich um kein Dienstvergehen handele, sondern um „Angelegenheiten in der Privatsphäre”, wie er „hessenschau.de” sagte. Deswegen bezweifele er, dass es zulässig sei, die Kommunalaufsicht zu kontaktieren.

(dpa)
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