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Für bessere Luft und weniger Unfälle: Bundesbehörde fordert: Tempo 30 in Städten

In Wohngebieten ist Tempo 30 längst nichts Besonderes mehr. Dem Umweltbundesamt reicht das nicht: Tempo 30 überall in der Stadt hätte viele Vorteile - sogar für die Autofahrer.
Symbolbild Foto: Markus Scholz (dpa) Symbolbild
Berlin/Wiesbaden.  Tempo 30 in der Stadt und zwar auf allen Straßen: Das fordert das Umweltbundesamt. «Tempo 30 bringt bessere Luft, flüssigeren Verkehr und weniger Unfälle - und man ist in der Regel genauso schnell unterwegs», sagte die Präsidentin der Behörde, Maria Krautzberger, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Zwar könnten auf bestimmten Straßen auch höhere Geschwindigkeiten erlaubt werden, aber 30 Stundenkilometer solle die Regel sein. Für Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit müsste die Straßenverkehrsordnung geändert werden, die als zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften 50 Kilometer pro Stunde zulässt.

Das Bundesverkehrsministerium lehnt eine generelle Tempo 30-Regelung ab. Die geltende Regelung sei ausreichend und ermögliche es, in Wohngebieten Tempo-30-Zonen anzuordnen und zum Beispiel vor Schulen und Kitas auch auf Hauptverkehrsstraßen Tempo 30 vorzuschreiben. Dafür war im Dezember die Straßenverkehrsordnung geändert worden.

In Hessen unterstützt Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) seit vergangenem Jahr die Einrichtung dieser Tempo-30-Zonen in Ortskernen auch finanziell. Zusätzlich gibt es in einigen Großstädten Projekte zu Geschwindigkeitslimits an Hauptverkehrsstraßen. In Frankfurt wird nach dem Ende eines Modellversuchs an vier großen Achsen mit nächtlichem Tempo 30 derzeit heftig über die Fortführung gestritten. (dpa)

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