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Caritasverband kritisiert Hartz-IV-Erhöhung als „Hohn”

Peter Neher,Präsident des Deutschen Caritasverbandes. Foto: Karlheinz Schindler/Archiv Peter Neher,Präsident des Deutschen Caritasverbandes. Foto: Karlheinz Schindler/Archiv
Fulda. 

Der Deutsche Caritasverband (DCV) hat die Erhöhung der Hartz-IV-Sätze als viel zu gering kritisiert. „Das ist ein Hohn”, sagte Präsident Peter Neher am Mittwoch in Fulda der Deutschen Presse-Agentur. Allein wenn die Ausgaben nur für Strom nach dem tatsächlichen Bedarf berechnet würden, ergäbe sich für Alleinstehende eine Erhöhung des Regelbedarfs um etwa zehn Euro, erklärt er. Die Beträge seien insgesamt zu niedrig.

Neher forderte: „Der Regelbedarf für Alleinstehende müsste um rund 60 Euro pro Monat erhöht werden.” Auch bei einer entsprechenden Anhebung wäre das Budget der Empfänger von Hartz IV und Grundsicherung im Alter weiterhin knapp. „Aber die Erhöhung würde ihnen ein wenig mehr Spielraum in ihrem Alltag verschaffen und den Stress mildern, der aus materiellem Mangel folgt.”

Das Bundeskabinett in Berlin beschloss am Mittwoch eine Anhebung des monatlichen Regelsatzes für Alleinstehende von 404 auf 409 Euro, für Paare von 364 auf 368 Euro pro Partner. Neben dem Caritasverband bemängelten weitere Sozialverbände die geringe Aufstockung. Kritisiert werden die Berechnungsmethoden.

Neher war am Mittwoch bei der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz zu Gast. Die katholischen Oberhirten beschäftigten sich bei ihrem Studientag mit dem Thema Armut in der Gesellschaft.

(dpa)
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