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Deutscher Gewerkschaftsbund: DGB warnt vor zunehmender Tarifflucht in Hessen

Banknoten von 50, 20 und 10 Euro liegen auf einem Tisch. Foto: Jens Wolf/Archiv Banknoten von 50, 20 und 10 Euro liegen auf einem Tisch. Foto: Jens Wolf/Archiv
Frankfurt/Main. 

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Hessen hat vor den Folgen einer schwindenden Tarifbindung gewarnt. „Ohne eine hohe Tarifbindung greifen die Mechanismen der sozialen und wirtschaftlichen Demokratie in unserem Land nicht mehr”, sagte die Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Gabriele Kailing, am Samstag auf einem Festakt zum 70-jährigen Bestehen der Gewerkschaft laut vorab verbreitetem Manuskript. Nur noch jeder dritte Betrieb in Hessen sei tarifgebunden, seit den 90er Jahren sinke die Zahl.

Tarifflucht sei kein Kavaliersdelikt, erklärte Kailing. Sie fördere schlecht entlohnte Arbeit, den Abbau von Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Würden Menschen nicht mehr ordentlich entlohnt, treffe das letztlich auch den Staat über sinkende Steuereinnahmen. Zudem schwächten niedrige Löhne den Konjunkturmotor Konsum. „Tarifbindung ist von gesamtgesellschaftspolitischem Interesse”.

Kailing forderte die Politik auf, sich zur Tarifbindung zu bekennen und diese zu stärken, indem sie die Rahmenbedingungen schaffe. Die Gewerkschaft feiert am Samstag auch das 70-jährigen Bestehen des DGB Frankfurt und das 85-jährige Bestehen des Frankfurter Gewerkschaftshauses.

(dpa)
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