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Spätsommer in Hessen: Dank Spätsommerhitze: Viele Freibäder verlängern Saison

Hessens Freibadbetreiber freuen sich über die hohen Temperaturen: Nach einer schlechten Zwischenbilanz im Juli sorgt die Spätsommerhitze für einen Besucherstrom. Viele Freibäder schließen deshalb später als geplant.
Freibad Nieder-Eschbach Foto: Rainer Rüffer Freibad Nieder-Eschbach
Frankfurt.  Dank des warmen und sonnigen Spätsommerwetters sind hessische Freibadbetreiber doch noch zufrieden mit der Badesaison. Nachdem der Juni und Juli eher kühl und trüb waren und die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurückblieben, bescherten die heißen Tage im August und September den Freibädern einen wahren Besucherstrom, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Zahlreiche Bäder schließen deshalb später als geplant. Die Bilanz der Saison könnte deshalb am Ende doch noch zumindest durchschnittlich ausfallen.

Die Freibäder in FRANKFURT hätten im September an Besucherzahlen «etliches aufgeholt», sagte Brigitte Tilly, Prokuristin der BäderBetriebe Frankfurt. «Vorher haben wir Trübsal geblasen.» Die Badesaison sei mit bisher 600 000 Besuchern zufriedenstellend verlaufen, im vergangenen Jahr seien es um diese Zeit im Vergleich aber fast 750 000 Besucher gewesen.

Allein am vergangenen Sonntag (11. September) seien bei Temperaturen von 30 Grad Celsius 15 000 Menschen in die sieben Freibäder der Mainmetropole gekommen. Derzeit haben noch alle Bäder geöffnet. Bei den meisten endet die Saison erst, wenn das Wetter wieder schlecht wird. Nur das Freibad Hausen, das stets bis zum Sonntag nach dem Tag der Deutschen Einheit geöffnet ist, und das Riedbad Bergen-Enkheim haben ein festes Saisonende. Letzteres schließt am 19. September, wenn der Hallenbadbetrieb startet.

In KASSEL wurde bereits die Verlängerung verlängert. Ursprünglich sollte die Freibadsaison am 4. September zu Ende gehen, wurde dann aber wegen des schönen Wetters und der guten Besucherzahlen zunächst bis zum 11. und dann bis zum kommenden Donnerstag (15. September) verlängert, wie der Betreiber Städtische Werke Kassel mitteilte. Allerdings öffnen die Bäder in Harleshausen und der Außenbereich des Auebads wegen der mittlerweile kühleren Morgentemperaturen erst mittags. Derzeit sehe es so aus, als würde es ab Freitag kalt und regnerisch, sagte ein Sprecher. «Wir könnten aber auch noch einmal kurzfristig verlängern, wenn sich das Wetter halten sollte.»

Auch in WIESBADEN sind Freiluftschwimmer noch willkommen. Am längsten hat das Freibad Kleinfeldchen geöffnet - bis zum 18. September. Das nahe gelegene Kallebad dagegen hat seine Türen bereits am vergangenen Wochenende geschlossen. Abgetaucht werden kann auch noch im Freibad Maaraue im Wiesbadener Ortsbezirk Mainz-Kostheim. Dort endet die Saison am 16. September. Wenige Kilometer von Wiesbaden entfernt, in Niedernhausen, geht die Freibadsaison ebenfalls weiter. Wegen des schönen Wetters werde das Waldschwimmbad erst am 18. September geschlossen, sagte eine Mitarbeiterin.

Die Stadt MARBURG lässt das Außenbecken des Aqua Mar bis einschließlich Sonntag (18. September) geöffnet. Wegen der sehr guten Wetterprognose rechneten die städtischen Bäderbetriebe damit, dass sich die Besucherzahlen noch auf bis zu 39 000 erhöhen können, sagte eine Sprecherin der Stadt. Die dann doch noch «zufriedenstellende Besucherzahl» ergebe sich hauptsächlich wegen des Wetters ab der vorletzten Augustwoche und im «hervorragenden September». Im Vorjahr habe das Bad wegen des sehr guten Wetters in den Sommerferien 45 729 Besucherverzeichnet.

Nur noch eines von drei Freibädern steht Schwimmern in GIEßEN zur Verfügung: Das Freibad Ringallee hätte am vergangenen Sonntag schließen sollen, dank einer Verlängerung können die Gäste dort bis zum 18. September schwimmen. Bis Juli sei die Badesaison «sehr mau» verlaufen, sagte eine Sprecherin der Stadtwerke Gießen. «Im August und in den letzten Septembertagen sind aber noch viele Leute gekommen, deshalb können wir voraussichtlich eine durchschnittliche Badesaison vermelden.» Die Freibäder in Lützellinden und Kleinlinden hätten dennoch planmäßig am 30. August geschlossen. Da die Außenbecken nicht beheizt seien, kämen nur während der Sommerferien zuverlässig viele Besucher. Es lohne sich nicht, die Saison zu verlängern.

In DARMSTADT geht ein städtisches Freibad wegen der sommerlichen Temperaturen in die Verlängerung - allerdings auch nur eine Woche. Die anderen Bäder haben am vergangenen Wochenende dicht gemacht, wie die Pressestelle der Stadt mitteilte. Für das beheizte DSW-Freibad beginne erst am Ende des 18. September die Winterpause.

Andernorts gibt es keine Gelegenheit mehr, unter freiem Himmel zu schwimmen: In FULDA wurde die Saison im Freibad Rosenau wegen des Sommerwetters zwar um eine Woche verlängert, nun sind die Pforten des Bades aber seit Sonntag (11. September) geschlossen. Die Verlängerung rentierte sich: 8700 Badegäste kamen noch, davon allein am letzten Tag 2600, wie der Betreiber mitteilte. Insgesamt lag die Besucherzahl in diesem Jahr in Fulda aber unter dem Durchschnitt. 114 000 Gäste kamen (bei 1318 Öffnungsstunden), im Vorjahr waren es 135 000 (bei 1275 Öffnungsstunden). Die durchschnittliche Gästezahl lag in den vergangenen fünf Jahren bei 122 000 Besuchern per anno. «Wie wir alle erlebt haben, war es kein perfekter Sommer», sagte ein Sprecher der RhönEnergie Fulda.

(dpa)

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