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Keine Ersatzbusse für Pendler: Das müssen Sie zum Busstreik ab Montag wissen

Die Busfahrer in Rhein-Main-Gebiet sind ab Montag im Streik. Wir informieren, welche Regionen und welche Linien betroffen sein werden.
Foto: Leonhard-Hamerski (ftv-Hamerski)
Frankfurt.  Es geht um 1,50 Euro. Zwölf Euro verdienen Busfahrer derzeit pro Stunde, 13,50 wollen sie, ein Plus von 12,5 Prozent. Schon die letzte Lohnerhöhung, von 11,04 auf 12 Euro, wurde 2013 durch Streik erzwungen. Auch jetzt greifen die Fahrer und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi wieder zu diesem Mittel. Für Montag ist der erste Streiktag angekündigt.

In Frankfurt rechnet die Nahverkehrsgesellschaft Traffiq damit, dass dann "von Betriebsbeginn an nahezu alle der 63 Frankfurter Buslinien bestreikt werden». Der Berufsverkehr verlagert sich dann wohl auf die S- und U-Bahnen, die ohnehin morgens überfüllt sind. Trotzdem werde es kaum möglich sein, den Schienenverkehr für diesen Tag zu verstärken. Traffiq-Sprecher Klaus Linek versicherte allerdings, dass dies ohnehin wenig bringe: „Die meisten Buslinien sind Zulieferer zu den U-Bahnen. In der Vergangenheit haben wir nicht festgestellt, dass die Bahnen während der Busstreiks viel mehr Fahrgäste hatten.“ Viele Leute blieben zu Hause oder gelangten eben zu Fuß statt mit dem Bus zur nächsten U-Bahn-Haltestelle.
Ein Busfahrer streikt. 2013 brachte das einen Erfolg, den die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi jetzt wiederholen möchte. Ab Montag sind die Busfahrer in Frankfurt im Warnstreik. 63 Linien in Frankfurt werden voraussichtlich stillstehen, womöglich die Nachtbusse ebenfalls.
Streik der Busfahrer Am Montag fährt in Frankfurt kein Bus

Ab Montag sind die Busfahrer im Streik. Das kündigte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi an. Anlass sind die Lohnforderungen der Fahrer. Sie wollen einen Zuschlag von mehr als zehn Prozent.

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Im Main-Taunus könnte der Streik zu neuem Chaos im Busverkehr führen. Denn zu den privaten Busunternehmen, die von Verdi zum Streik aufgerufen sind, gehören ausgerechnet die beiden Firmen Transdev und DB Busverkehr Hessen. Diese hatten erst in der Vorweihnachtszeit für Negativ-Schlagzeilen gesorgt, weil wegen Personalmangel Busse ausfielen oder Fahrer ihre Strecken nicht kannten.
Man probiere daher, auf Verdi in dem Sinne einzuwirken, wenigstens den Main-Taunus-Kreis auszusparen, der wegen der Vorfälle im Dezember natürlich besonders sensibel sei, so Transdev-Chef Max Kaiser. Er versucht, wie auch der Geschäftsführer der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft, Roland Schmidt, vorab Erkenntnisse zu gewinnen, welche Linien es treffen könnte. Schmidt möchte möglichst einen Notfahrplan organisieren; mit Kaiser ist er sich einig, dass der Schülerverkehr dabei Priorität haben soll.
Warten auf den Bus in der Niederhofheimer Straße in Hofheim – bei dem fiesen Wetter ist das derzeit kein Vergnügen. Ab Montag könnte es vergebens sein...	mkn
Transdev und DB Busverkehr Hessen betroffen Busverkehr im MTK: Ab Montag drohen Streiks

Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem unbefristeten Streik bei privaten Busunternehmen aufgerufen. Dazu gehören ausgerechnet die beiden Firmen Transdev und DB Busverkehr Hessen, die in der Vorweihnachtszeit für Negativ-Schlagzeilen im Main-Taunus-Kreis sorgten, weil wegen Personalmangel Busse ausfielen oder Fahrer ihre Strecken nicht kannten. Ab Montag könnte alles noch viel schlimmer werden.

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Im Hochtaunus sind erneut die ÖPNV-Kunden betroffen, deren Verbindungen von der DB Busverkehr Hessen bedient werden: Das sind die RMV-Linien 251, 252, 253, 261, 810, 812 und 813 sowie die Schnellbuslinien X 26 und X 27.

Aber es kommt noch dicker: Auch die Stadtbus-Verkehre in Bad Homburg, Oberursel und Friedrichsdorf könnten bestreikt werden. Die genaue Zahl der ausfallenden Busse sowie Linien ist allerdings noch nicht bekannt. „Weil der gewerkschaftliche Organisationsgrad der Fahrer bei jedem Unternehmen unterschiedlich ist, sind die Auswirkungen heute nur schwer einzuschätzen“, teilt RMV-Pressesprecher Sven Hirschler mit. „Zudem geben die Streikenden in der Regel vorab keine Informationen, wo genau welche Buslinien bestreikt werden. Wir können die Auswirkungen des Streiks daher nur schwer einschätzen.“

Busfahrer-Streik (Symbolbild)
Busfahrer-Streik im Hochtaunus Montag stehen viele Busse still

Aufruhr im Rhein-Main-Gebiet: Die Gewerkschaft Verdi hat für kommenden Montag einen unbefristeten Streik der Busfahrer angekündigt. Auch der Hochtaunuskreis wird davon massiv getroffen.

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Im Wetteraukreis und Main-Kinzig könnte es für Pendler knüppeldick kommen. Denn vom Streik betroffen wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das gesamte Vilbus-Netz sein. Denn der Betreiber BRH-Viabus wird in einer von Verdi herausgegebenen Liste explizit genannt. Da der Zugverkehr nicht betroffen ist, „wird Bad Vilbel nicht ganz abgehängt“, schätzt Stadtsprecher Yannick Schwander die Lage ein.

Doch massiv könnte sich der Streik auf den Schülerverkehr auswirken. „Es gibt noch keinen Notfallplan, da wir nicht wissen, welche der Busfahrer in einer Gewerkschaft organisiert sind und sich somit am Streik beteiligen.“ Doch werde es im Streikfall zu einer Priorisierung kommen, kann Schwander über Beratungen im Haus der Stadtwerke als Besteller der Vilbus-Linien berichten. So schätzt er, dass vor allem der Verstärkerbus vom Heilsberg und Dortelweil zum Schulzentrum mit hoher Priorität ausgestattet sein wird, ebenso die Linie Gronau–Massenheim.

Am Montag wird man dieses Bild wohl vergeblich suchen: Der Vilbus der Stadtwerke Bad Vilbel ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der Busfahrer betroffen.
Streik der Busfahrer Wetterau und Main-Kinzig: Montag stehen die Busse still

Wenn am Montag die Schule wieder beginnt und auch viele Arbeitnehmer ihren Urlaub zum Jahresbeginn beenden, kann es für Pendler im Öffentlichen Nahverkehr knüppeldick kommen. Denn der für diesen Tag angekündigte Streik der Busfahrer wirkt sich auch auf große Teile des Wetteraukreises und Main-Kinzig aus.

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In Rüsselsheim und im Kreis Groß-Gerau sieht man dem Streik einigermaßen entspannt entgegen: Jürgen Gelis, Unternehmenssprecher der Rüsselsheimer Stadtwerke, sagt: „Wir haben bisher noch keinen Hinweis auf einen Streik.“ Und auch LNVG-Geschäftsführer Christian Sommer sagt: „Uns liegen keine Informationen vor. Wir werden das Ausmaß des Streiks im Kreis erst am Montag sehen. Ich hoffe, dass wir nicht allzu stark betroffen sind.“

Allen Pendlern und Schülern, aber auch ihren Eltern ist zu empfehlen, sich am Sonntag rechtzeitig auf der Homepage der Traffiq oder des Rhein-Main-Verkehrsverbundes zu informieren, wie sie am Montagmorgen zur Arbeit oder in die Schule kommen.

Das Servicetelefon des Rhein-Main-Verkehrsverbunds ist am Montag unter (069) 24 24 80 24 rund um die Uhr zu erreichen, aktuelle Informationen gibt es auch unter www.traffiQ.de.

 

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