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Gespräch mit ESA-Experte: Das wissen wir über den Feuerball am Himmel

Ein leuchtend heller Feuerball war gestern für mehrere Sekunden am Himmel über Rhein-Main zu sehen. Von Frankfurt über Mainz bis in die Eifel berichten Menschen über Sichtungen. Wir haben Rüdiger Jehn von der ESA gefragt, was es damit auf sich hat.
Die private Wetterstation Mannheim-Seckenheim fing dieses Bild auf einer Kamera ein. Vermutlich zeigt es am oberen Bildrand den Feuerball, der auch über Hessen zu sehen war. Foto: Private Wetterstation Mannheim-Seckenberg Die private Wetterstation Mannheim-Seckenheim fing dieses Bild auf einer Kamera ein. Vermutlich zeigt es am oberen Bildrand den Feuerball, der auch über Hessen zu sehen war.

1. Was war das, was gestern Abend am Himmel zu sehen war?

Die ESA vermutet, dass gestern Abend ein Meteorit in die Erdatmosphäre eingetreten ist und dort auf dem Weg zur Erde verglüht ist. Also eigentlich nur eine große Sternschnuppe. Es kommt öfter vor, dass kleinere Teilchen in der Erdatmosphäre verglühen, die dann von der Erde aus sichtbar sind. Sie bestehen aus Kohlenstoff, Stein oder Metall.

2. Wo ist der Meteorit niedergegangen?

Auf der Seite der IMO (Interational Meteor Organization) können Nutzer ihre Beobachtungen melden. Die Seite erstellt dann ein Bewegungsprofil des Meteoriden. Der Feuerball von gestern bewegte sich wohl aus Richtung Aschaffenburg, vorbei an Frankfurt in Richtung Westen. Verglüht ist der Meteorit vermutlich nahe der rheinland-pfälzischen Stadt Cochem.

3. Ist das gefährlich?

In Deutschland hat schon seit langer Zeit kein Meteorit mehr eingeschlagen.In Russland kam 2013 aber zum Beispiel ein Meteorit vom Himmel, der vermutlich einen Durchmesser von rund 20 Metern hatte. Die Druckwelle, die durch das Auseinanderbrechen entstand, verletzte damals circa 1500 Menschen, Scheiben barsten und Gebäude wurden beschädigt. Die ESA arbeitet derzeit an einem neuen Teleskop, mit dem man größere Meteoriten frühzeitig erkennen kann. "Wir hoffen, dass wir dann eine Warnung herausgeben können, sobald ein Meteorit sich der Erde nähert, ähnlich einer Tornado-Warnung."

4. Wie groß war der Meteorit über Hessen?

ESA-Spezialist Rüdiger Jehn vermutet, dass der Gesteinsbrocken einen Durchmesser von mehreren Zentimetern, bis hin zu einem Meter hatte. In einer Höhe von 30 - 40 Kilometern über der Erde ist er dann verglüht.

5. Sind Meteoritentrümmer wertvoll?

Das kommt wohl ganz darauf an. Je nach Beschaffenheit des Meteors und nach der Anzahl der Fundstücke können ein Gramm Meteorit ein paar Euro, bis zu mehreren hundert Euro wert sein.

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