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Gateway Gardens: Deutsche Bahn macht Fortschritte bei der S-Bahn-Anbindung zum Flughafen

In der Nähe des Frankfurter Flughafens entsteht der neue Stadtteil „Gateway Gardens“. Im Moment dominiert die Baustelle für die neue Bahnstrecke das Bild des Viertels. Doch bald sollen die Schuttberge einer modernen Station weichen.
Tunnelbaustelle am Flughafen Frankfurt Foto: Boris Roessler (dpa) Bauarbeiten am künftigen S-Bahn-Tunnel: Auf seiner gesamten Länge wird der Bahnverkehr nach Fertigstellung unterirdisch verlaufen.
Frankfurt. 

Ein bisschen Vorstellungskraft braucht es zwar noch, doch die neue S-Bahn-Station „Gateway Gardens“ lässt sich bereits erahnen. Über eine provisorische Holztreppe geht es hinunter in den Rohbau des bereits fertiggestellten Abschnitts, in dem in Zukunft die S-Bahnen 8 und 9 halten sollen. Mittelbahnsteig und Decke der unterirdischen Station sind schon erkennbar, Gleise fehlen bisher – und im Moment ist es wegen der offenen Bauweise auch noch hell.

Die Anbindung des neuen Stadtteils nahe des Frankfurter Flughafens an den öffentlichen Nahverkehr ist eines der großen Bauprojekte der Deutschen Bahn AG. Die Strecke zwischen dem Frankfurter Flughafen und Frankfurt Stadion wird dazu vollständig neu verlegt. Beim gestrigen Pressetermin gewährte Projektleiter Uwe Schmidt Einblicke in den Fortschritt der Baumaßnahmen und zeigte das bereits fertiggestellte Tunnelstück für die Station an der Bessie-Coleman-Straße.

Der Stadtteil „Gateway Gardens“ ist als reines Gewerbegebiet angelegt, Wohngebäude sind insbesondere wegen des Fluglärms nicht vorgesehen. 18 000 Arbeitsplätze soll es hier einmal geben.

Eine Kita und ein Park

Neben Hotels, Konferenzgebäuden sowie Gastronomie und Einzelhandel sind auch eine Kindertagesstätte und Sporteinrichtungen geplant. Im Zentrum soll ein großer Park entstehen.

Etwa die Hälfte der Flächen ist bereits verkauft. Als erstes Unternehmen haben die LSG Sky Chefs den Betrieb aufgenommen, weitere folgten. Zwischen Baukränen und Betonmischern haben auch schon die ersten Hotels eröffnet. Rund 8000 Menschen arbeiten derzeit auf dem Gelände.

Gateway Gardens war früher eine Militärsiedlung. Nach der Schließung der amerikanischen Air Base im Jahr 2005 ist die Siedlung aufgegeben und an die Projektentwicklungsgesellschaft übergeben worden. Unter Beteiligung der Stadt Frankfurt und privatwirtschaftlicher Partner begannen die Planungen für die Entwicklung des Stadtteils neben dem Flughafenterminal 2.

Vor zwei Jahren sind die Arbeiten an der neuen Bahnstrecke gestartet. 260 Millionen Euro soll das Projekt insgesamt kosten, unter anderem wegen der aufwendigen Tunnelarbeiten.

Der Abschnitt unter der B 43 ist schon fertig, im April beginnen die Arbeiten an der A 5. Etwa ein Jahr soll es dauern, bis das Stück Autobahn vollständig untertunnelt ist.

„Es wächst und gedeiht“

Insgesamt liege man laut Schmidt im Zeitplan. „Es wächst und gedeiht“, sagte er. Etwa 400 Meter des Rohbaus seien bereits fertiggestellt. Durch den Wintereinbruch in den vergangenen Wochen habe man Schmidt zufolge jedoch ein paar Tage aufzuholen, da sich bei den niedrigen Temperaturen nicht betonieren ließ.

Bis Ende 2019 sollen die Bauarbeiten an der neuen Bahnstrecke abgeschlossen sein, dann können die S-Bahnen ihrem neuen Streckenverlauf folgen. Weitere vier Jahre sind dann für den vollständigen Rückbau der alten Strecke geplant. Man wolle möglichst wenig in den Verkehr eingreifen, erst gegen Ende der Bauphase werde für den Anschluss an den bestehenden S-Bahn-Tunnel am Frankfurter Flughafen eine Streckensperrung notwendig sein.

Die S-Bahnen werden dann voraussichtlich über den Fernbahnhof umgeleitet. Bis es so weit ist, bleibt viel zu tun. Es fehlen die Gleise im Tunnel, Brand- und Katastrophenschutzauflagen müssen erfüllt werden und die restlichen Abschnitte der Bahnstrecke warten auf ihre Fertigstellung. Noch ist Licht im Tunnel.

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