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Deutsche Börse sucht Heil in Marktdaten und Derivaten

Logo der Energiebörse EEX. Foto: Sebastian Willnow/Archiv Logo der Energiebörse EEX. Foto: Sebastian Willnow/Archiv
Frankfurt/Main. 

Nach der geplatzten Fusion mit der Londoner Börse LSE will sich die Deutsche Börse durch kleinere Zukäufe und der Ausweitung ihrer Geschäfte zukunftssicher machen. „Nach dem Aus für unsere Gespräche mit London sind große Börsenzusammenschlüsse derzeit schwer vorstellbar”, sagte Börsenchef Carsten Kengeter laut Redetext am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Frankfurt. „Aber das bedeutet nicht das Aus für Übernahmen, Partnerschaften und Beteiligungen überhaupt.”

So habe die Deutsche Börse ihren Anteil an der Energiebörse EEX auf 75 Prozent erhöht. Insgesamt solle die Bandbreite der gehandelten Anlageklassen steigen. Neben dem Energiehandel nannte Kengeter das Geschäft mit Devisen, Unternehmensanleihen und Rohstoffen. „Wir bauen den Handel und das Clearing von Derivaten deutlich aus.” Derivate sind Finanzinstrumente, deren Kurs sich aus anderen Werten wie Aktien oder Währungen ableitet. Clearing bedeutet die Abwicklung von Wertpapiergeschäften.

Darüber hinaus soll das Datengeschäft für die Deutsche Börse an Bedeutung gewinnen. Dieser Markt wachse stark, sagte Kengeter. „Wir werden dieses Geschäft mit Marktinformationen erweitern und ausbauen.” Die Basis dafür sei gelegt. „So haben wir unter anderem unseren Indexanbieter Stoxx vollständig übernommen.” Zudem will Kengeter die Chancen der Digitalisierung nutzen. „Wir richten ein Zentrum für Daten und Analysen ein.” Das soll auch Finanz-Start-ups, sogenannte Fintechs, mit ihren Ideen anlocken.

(dpa)
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