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Kinderarmut in Hessen: Diakonie: Kinder dürfen kein Armutsrisiko sein

Eine Mutter sitzt mit ihrem Sohn auf dem Schoß auf einer Couch. Foto: Marcel Kusch/Archiv Eine Mutter sitzt mit ihrem Sohn auf dem Schoß auf einer Couch. Foto: Marcel Kusch/Archiv
Gießen. 

Im Kampf gegen Benachteiligung und Armut hat die Diakonie Hessen mehr Anstrengungen gefordert. „Wir müssen Formen finden, wo wir Menschen Perspektiven schaffen, die aus der Abwärtsspirale hinausweisen”, sagte der Diakonie-Vorstandsvorsitzende Horst Rühl am Montag in Gießen zum „Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut”. Bildung sei dazu ein Schlüssel.

Mit Blick auf die gestiegene Geburtenrate in Deutschland betonte Rühl: „Wenn wir wirklich Kinder in dieser Gesellschaft wollen, dann müssen wir etwas dagegen tun, dass Kinder ein Armutsrisiko sind.” Er kritisierte zudem die geplante Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes. Dieser müsste um mindestens 70 Euro je Einzelhaushalt erhöht werden.

Die Diakonie Hessen kümmert sich auch um die Betreuung von Flüchtlingen und bietet ihnen Beratung rund um das Asylverfahren an. Diese Verfahrensberatung werde in Hessen derzeit ausschließlich von den beiden evangelischen Kirchen finanziert, teilte die Diakonie mit. „Hier ist in Zukunft das Land stärker gefragt”, betonte Rühl. Die Diakonie beriet 2015 nach eigenen Angaben etwa 550 Asylsuchende. Der Bedarf sei aber angesichts Tausender Flüchtlinge, die bislang kamen, wesentlich größer. 

(dpa)
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