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Kennerblick für Kostbarkeiten: Diamanten-Fachfrau Elisabeth Nüdling gibt nun auch Tipps im Fernsehen

In der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ ist Elisabeth Nüdling aus Fulda das neue Gesicht. Die promovierte Kunsthistorikerin bietet am Händlertisch für Altes und Edles. Im heimischen Kunsthaus hat sie es vor allem mit Schmuck und Edelsteinen zu tun.
Gutachterin für Diamanten - Elisabeth Nüdling Foto: Jörn Perske (dpa) Elisabeth Nüdling hält einen Kunststoff-Stein in die Kamera, an dem sich Brillantschliff-Proportionen zeigen lassen.
Fulda/Mainz. 

Elisabeth Nüdling hat ein Faible für exklusiven Schmuck, vor allem für Diamanten. Privat mag es die promovierte Kunsthistorikerin aus Fulda zwar eher dezent. Doch beruflich gehen sündhaft teure und Aufsehen erregende Kostbarkeiten durch ihre feingliedrigen Hände. Die 37-Jährige arbeitet als Schmuckhändlerin und Gutachterin für Diamanten. In der Fuldaer Innenstadt führt sie zusammen mit ihrer Mutter Charlotte das Kunsthaus Nüdling. Dort nimmt sie Schmuck unter die Lupe und kauft Luxusartikel mit dem Ziel, sie gewinnbringend zu veräußern.

Fernsehzuschauern könnte die Blondine bereits im ZDF aufgefallen sein. Seit neuestem wirkt sie als Händlerin in der Sendung „Bares für Rares“ mit. In der von Koch und Antiquitäten-Liebhaber Horst Lichter präsentierten Show kann jeder alte Fundstücke – etwa aus dem heimischen Keller, der Garage oder einer Erbschaft – von Experten bewerten lassen und anschließend am Händlertisch zum Kauf anbieten. Dort sitzt seit dieser vierten Staffel auch Elisabeth (genannt „Lisa“) Nüdling neben ihren Branchenkollegen und -konkurrenten.

Für das ZDF hat sich „Bares für Rares“ zur derzeit erfolgreichsten „Daytime-Show“ entwickelt, mit täglich bis zu drei Millionen Zuschauern, wie der Sender in Mainz mitteilte. Im laufenden Jahr schauen bei dem seit August 2013 laufenden Format durchschnittlich 2,8 Millionen Zuschauer zu, bei einem Gesamtmarktanteil von 21,7 Prozent. Mitte Juni wurde die erste Abendshow ausgestrahlt, mit knapp 6,4 Millionen Zuschauern. Am 13. Juli geht’s weiter mit „Deutschlands größter Trödelshow“, wie sie das ZDF anpreist, dann unter anderen wieder mit Promis. Mit dabei sind die Sportlegenden Rosi Mittermaier und Christian Neureuther sowie Comedian Thomas Hermanns.

Bei einem Fernsehformat mitzuwirken, betrachtet Lisa Nüdling für sich als „persönliche Herausforderung“. „Ich bin eher ein zurückhaltender Mensch und habe mich gefragt: Habe ich den Mut dazu?“ Auf die mediale Präsenz und Werbung sei sie nicht scharf gewesen, versichert sie. Doch mittlerweile ist sie hellauf begeistert. „Viele Menschen können sich darin wiederfinden. Denn fast jeder hat daheim mal etwas gefunden und sich die Frage gestellt: Ist das wertvoll oder wertlos?“ Nüdling schätzt besonders, dass bei diesem Format im Vergleich zu anderen im Privatfernsehen niemand vorgeführt wird. „Schlimm, wenn Menschen einschalten, um anderen beim Scheitern zu zusehen.“

Dabei habe Nüdling zu einem Engagement bei „Bares für Rares“ erst überredet werden müssen. „Ich war im Vorjahr als Schmuckhändlerin bei der Messe „Cologne Fine Art“ – dort wurde ich gefragt, ob ich mitmachen möchte“, erzählt Nüdling. Als Händlerin bei „Bares für Rares“ mitzubieten, findet die 37-Jährige reizvoll: „Man wird immer wieder mit Kuriosem und spannenden Einzelstücken konfrontiert. Wenn sie originell sind und mein Herz berühren, schlage ich zu.“ Etwa ein Dutzend Objekte habe sie dort bereits erworben – zum Beispiel eine seltene goldene Armbanduhr oder eine alte Brosche aus dem frühen 19. Jahrhundert. Einige Ankäufe habe sie bereits weiter veräußern können.

Lisa Nüdling ist in der Welt der Antiquitäten groß geworden. Ihre Mutter habe sie als Kind schon auf Märkte und Messen mitgenommen. Nach ihrem Abitur auf einem hessischen Elite-Internat auf Schloss Bieberstein studierte sie Kunstgeschichte in München, promovierte, und ließ sich zusätzlich in der Edelsteinmetropole Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) von der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft zur Diamanten-Gutachterin ausbilden. Gemmologie bedeutet Edelsteinkunde.

„Diamanten-Gutachterin ist tatsächlich ein eher seltener Beruf“, sagt Nüdling. Die teuerste Diamantengarnitur, die sie mal bewertet habe, habe einen Wert im sechsstelligen Euro-Bereich besessen. Das Schmuckstück stammte aus adeligem Privatbesitz aus Süddeutschland. Mehr will sie nicht erzählen. Die Branche setzt auf Diskretion.

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