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Die Kraft der Weiblichkeit

Der heutige Weltfrauentag ist Anlass für viele Frauen, sich selbst zu feiern. Eine internationale Bewegung will Frauen ermutigen, ihrer Weiblichkeit mehr Raum zu schenken. Treffen dazu finden auch in Hessen statt.
Frankfurt. 

„Das hat so was ganz Nährendes, ohne männliche Energie“, sagt Alexandra Schmithausen aus Wiesbaden. Die Rede ist von der „Unify-Global-Sisterhood“-Bewegung. Seit 2012 finden sich einmal im Jahr, immer am Weltfrauentag, Frauen auf der ganzen Welt zusammen, um gemeinsam zu meditieren. „Unify“ ist eine gemeinnützige Organisation aus Kalifornien. Ihren Aufrufen zu synchron stattfindenden Events folgen mittlerweile Millionen Menschen weltweit. Der Fokus liegt dabei immer darauf, „Menschlichkeit und Gemeinschaft zu feiern“. Schmithausen ist Coach und Heilpraktikerin, hat sich im Laufe der Jahre immer mehr auf das Coachen von Frauen spezialisiert. Sie sei schließlich in diesem Leben eine Frau, da läge das ja nahe, sagt sie lachend.

815 Gruppen weltweit

Der Aufruf zu einer „globalen Schwesternschaft“ der Frauen ist auf ein großes Echo gestoßen. Weltweit haben sich bisher schon über 815 Gruppen angemeldet. Davon gibt es vier allein in Hessen. Wahrscheinlich sogar einige mehr, die nicht auf der „Unify“-Internetseite registriert sind. Eine dieser Gruppen befindet sich in Wiesbaden. Alexandra Schmithausen ist die Initiatorin. Am heutigen Mittwochabend um 19 Uhr lädt sie ausschließlich Frauen zu einem besonderen Treffen anlässlich des Weltfrauentages ein. „Es wird keine Gesprächs- oder Therapiegruppe. Wir werden einfach gemeinsam meditieren, musizieren und schweigen. Es geht darum, sich aus den Schubladen der Gesellschaft rauszuholen und sich gemeinsam auf einer Herzensebene zu begegnen.“ Alle Frauen seien herzlich willkommen. Lediglich eine kurze Anmeldung per E-Mail wird erbeten.

Seit sieben Jahren leitet sie schon Wahrnehmungszirkel. In diesen wird hauptsächlich meditiert und auch auf andere Methoden zurückgegriffen, um das Gefühl für den eigenen Körper zu stärken und die eigene weibliche oder auch männliche Energie zu unterstützen.

Doch ein Event wie die Aktion am heutigen Weltfrauentag ist auch für Schmithausen eine neue Erfahrung. Sie will Frauen dazu ermutigen, gemeinsam wieder die Weiblichkeit zu spüren, denn diese sei abhanden gekommen. Vielmehr gäbe es heute eine Rivalität unter den Frauen. Schmithausen würde diese Rivalität gerne durch eine „Schwesternschaft“ ersetzen.

Früher gang und gäbe

In der heutigen Ellenbogengesellschaft sei häufig kein Platz mehr für das, was früher vollkommen normal war. Für unsere Vorfahren sei es gang und gäbe gewesen, dass Frauen jeder Generation beisammen saßen, sich austauschten, kochten, lachten und Kinder hüteten. Die Rede sei hierbei nicht von der Unterdrückung der Frauen, sondern von der Ermächtigung und der Kraft, die sie sich dadurch gegenseitig gegeben hätten.

So denkt auch Tanja Duda, Familien-, Paar- und Sexualtherapeutin aus Frankfurt. Auch bei ihr kann man heute im „Zentrum Zeitlos“ in einen stillen Dialog miteinander gehen und diese kraftvolle Energie spüren. „Wir wollen unsere Instinkt-Natur ehren, die schon Generationen vor uns innehatten.“

„Das ist kein großer Hokuspokus. Man kann es auch einfach als Leibesübungen bezeichnen“, so Duda. Jede könne kommen, egal welche Religion oder Überzeugung sie vertrete. Es ginge einfach darum, die Energie zu spüren, die entstünde, wenn man sich mit anderen Frauen verbindet. „Wie ein frisch geschlüpftes Küken“, das die Welt neu für sich entdeckt. Auch in Darmstadt und Mainz gibt es heute die Möglichkeit an einer solchen Gruppe teilzunehmen. Die genauen Adressen sind alle der Internetseite women.unify.org zu entnehmen.

Das Frauentreffen in Wiesbaden ist heute um 19 Uhr in den Räumlichkeiten von „pUR Weiblich“ an der Gerbermühle 6. Alexandra Schmithausen leitet die Gruppe. Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten unter: purweiblich@gmx.de. Die Aktion in Frankfurt findet schon ab 18 Uhr im „Zentrum Zeitlos“ in der Hungener Straße 5 statt. Die Leitung übernimmt Tanja Duda. Keine Anmeldung erforderlich.

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