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Diesel-Skandal: Opel soll Auskunft über Abgasreinigung geben

Zwei Männer in gelben Sicherheitswesten gehen am Stammwerk von Opel vorbei. Foto: Andreas Arnold/Archiv Foto: dpa Zwei Männer in gelben Sicherheitswesten gehen am Stammwerk von Opel vorbei. Foto: Andreas Arnold/Archiv
Berlin. 

Der Autobauer Opel muss im Diesel-Skandal wegen der Funktionsweise der Abgasreinigung bei drei Modellen Rede und Antwort stehen. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums bestätigte am Freitag, dass es „eine amtliche Anhörung gegen Opel wegen drei Euro-6-Modellen” gebe. Zuvor hatte die „Bild am Sonntag” darüber berichtet.

„Vor dem Ergebnis dieser Anhörung kann zur Unzulässigkeit der Abschalteinrichtung noch nichts abschließend gesagt werden”, sagte der Sprecher des Bundesverkehrsministeriums. Nähere Angaben dazu und zur Zahl der betroffenen Fahrzeuge machte er nicht. Dem Bericht zufolge hat Opel nun zwei Wochen Zeit für eine Stellungnahme an das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA).

Ein Unternehmenssprecher erklärte, Opel liege kein Bescheid des KBA vor. „Offene Verfahren, die vor mehr als zwei Jahren begonnen haben, können wir nicht kommentieren.” Der Sprecher wies aber darauf hin, dass Opel bereits im Dezember 2015 Verbesserungspotential erkannt „und eine Technologie-Initiative für mehr Transparenz, Glaubwürdigkeit und Effizienz zum Vorteil der Kunden gestartet hat”. Ein Teil dieser freiwilligen Maßnahmen sei eine Aktion für die Modelle Opel Insignia (vorherige Generation), Zafira Tourer und Cascada mit Euro 6 und SCR Technologie der Modelljahre 2013-2016.

Anders als andere Autobauer hatte Opel bisher weder mit Ermittlungen der Justiz noch mit einem Pflicht-Rückruf zu tun. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hatte Vorermittlungen vor über einem Jahr eingestellt.

VW hatte im September 2015 eingeräumt, bei Millionen Dieselautos Abgastests manipuliert zu haben. Der Konzern stürzte daraufhin in eine schwere Krise. Mittlerweile sind viele deutsche Autohersteller in den Abgas-Skandal verwickelt, es gibt Ermittlungen und unzählige Klagen.

So werfen etwa Volkswagen-Anleger dem Konzern vor, zu spät über den sich anbahnenden Skandal in den USA informiert zu haben. Zudem verlangen Autobesitzer von mehreren Herstellern Schadenersatz oder Geld zurück, da sie sich getäuscht fühlen. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat massenhaft Rückrufe verordnet.

(dpa)
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