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Umstellung auf den Fernsehempfang „DVB-T2 HD“: Digitales Fernsehen: Alles wird besser, oder?

Von Schärferes Bild, besserer Ton, mehr Programme. Die Vorteile der neuen Empfangstechnik „DVB-T2 HD“ liegen auf der Hand. Einige Hürden für den Fernsehzuschauer sind aber programmiert – auch in Hessen.
Eine Zimmerantenne zum Empfang digitaler Fernsehprogramme, Symbolbild. Foto: Franziska Gabbert (dpa Themendienst) Eine Zimmerantenne zum Empfang digitaler Fernsehprogramme, Symbolbild.
Frankfurt. 

Der Countdown für eine neue Fernsehempfangstechnik läuft. Noch gut drei Wochen, Dann ersetzt der künftige Standard mit dem gewöhnungsbedürftigen Buchstabensalat „DVB-T2 HD“ das bisherige System „DVB-T“. In Hessen ist es am 29. März so weit.

Alles schön und gut? Ganz so einfach ist es auch nicht, wenn man das logistische Mega-Projekt der Sendeanstalten einmal genauer betrachtet. Das beginnt schon mit dem Datum. Am 29. März werden zunächst nur in Teilen Hessens die besseren Bilder in hochauflösender Qualität zu sehen sowie mehr Programme empfangbar sein. Denn die Umstellung auf die neue Technik wird in Hessen in zwei Teilen ablaufen. Das Rhein-Main-Gebiet und Südhessen ist ab 29. März dran, Nordhessen inklusive Kassel wird noch etwas länger warten müssen (siehe Karte). Dort ist die Umstellung erst für den 8. November geplant. Die Fernsehzuschauer werden bis dahin mit dem bisherigen „DVB-T“-Angebot vorlieb nehmen müssen.

Problem Set-Top-Boxen

Es gibt sogar noch gänzlich weiße Flecken in Nordhessen, was den Empfang nach November 2017 betrifft. Dort ist bis dato noch überhaupt nicht sicher, ob und wann es das neue Angebot geben wird.

Bild-Zoom

Doch ob auch im Rhein-Main-Gebiet und in Südhessen gleich alles so reibungslos verläuft, bezweifeln manche Fachleute. Sorgen machen ihnen die unterschiedlichen Empfangsgeräte, genauer gesagt die externen Set-Top-Boxen, die benötigt werden, wenn der Fernseher zur älteren Generation gehört und nicht über einen integrierten „DVB-T2-HD“-Tuner verfügt. Experten befürchten, dass nicht alle neuen Geräte für die Kunden so einfach zu bedienen sein werden, um dann den obligatorischen Suchlauf nach den Programmen am 29.März durchzuführen. Denn manche Menüführung der Hersteller macht die Programmspeicherung zu einer komplizierten, nervenaufreibenden Prozedur. Das könnte mitunter schwierig werden, gibt auch der Hessische Rundfunk (HR) zu, der gestern über das neue TV-Angebot in Hessen informierte. „Der Suchlauf ist immer ein Problem“, sagt Jörg-Peter Jost, Leiter der Zentraltechnik beim HR. Der Sender will deshalb pünktlich zum Stichtag seine Technik-Hotline (Telefon 0 69/6 67 77 88 55) noch einmal personell verstärken, um für viele Anrufer gewappnet zu sein, die mit ihren Geräten nicht klar kommen. „Doch wir können auch nicht garantierten, dass wir auf Anhieb alle Geräte genau kennen“, fügt Jost hinzu.

Betrifft 100 000 Haushalte

In Hessen gibt es derzeit rund 100 000 Haushalte, die Fernsehen über „DVB-T“ empfangen und rund 300 000 Haushalte, die neben anderen Empfangsmöglichkeiten zusätzlich noch über einen „DVB-T“-Anschluss verfügen. Bislang seien schätzungsweise rund 20 Prozent der betreffenden Haushalte in Hessen bereits auf die neue Technik umgestiegen. Anders gesagt: Der größte Teil also noch nicht.

Hat man es einmal geschafft, den Fernseher zum Laufen zu bringen und die Umstellung auf „DVB-T2 HD“ geglückt ist, kommt auch schon eine weitere Hürde auf den Kunden zu. Wer die Privatsender der RTL- und ProSiebenSat.1-Gruppen auch in Zukunft sehen will, muss sie – nach einer dreimonatigen Gratisphase – kostenpflichtig abonnieren. Zuschauer können die (werbefinanzierten) Programme also bald nur noch in HD empfangen und werden dafür 69 Euro pro Jahr zahlen müssen. „Das sei zum Vergleich zu anderen Empfangsarten wie Kabelfernsehen immer noch günstig, heißt es beim Anbieter „freenet TV“.

Zur Umstellung auf „DVB-T2 HD“ informiert auch die Internetseite www.empfang.hr.de. Außerdem ist eine Technik-Hotline geschaltet unter Telefon (0 69) 6 67 77 88 55. Dort gibt es montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr sowie am Wochenende von 9 bis 21 Uhr Beratung zu dem Thema.

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