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Prozess im Landgericht Frankfurt: Doppelmörder darf seine Opfer nicht beerben

Ein Mann hat seinen Vater und seinen Bruder umgebracht und wollte sie auch noch beerben. Vor Gericht unterlag er. Foto: Ria Nowosti Ein Mann hat seinen Vater und seinen Bruder umgebracht und wollte sie auch noch beerben. Vor Gericht unterlag er.
Frankfurt/Main. 

Ein rechtskräftig verurteilter Mörder darf nicht das Erbe seiner Opfer antreten. Das Landgericht Frankfurt erklärte in einem am Mittwoch verkündeten Urteil den rechtskräftig wegen Mordes an seinem Vater und Bruder verurteilten Mann für erbunwürdig. Es gab damit der Feststellungsklage des Cousins des getöteten Vaters statt.

Maßgeblich für die Entscheidung war die Verurteilung zu lebenslanger Haft, die im August 2014 vom Bundesgerichtshof bestätigt wurde. Zudem hatte sich das Gericht einen persönlichen Eindruck von dem Mörder gemacht und ihn deshalb im August aus der Haftanstalt vorführen lassen. Auch dieser Eindruck spreche für die Erbunwürdigkeit des Mannes, sagte ein Gerichtssprecher.

Die Tat hatte sich im November 2010 in dem Haus der Familie in Kelkheim (Main-Taunus-Kreis) ereignet. Mit Kopfschüssen tötete der Mann zunächst seinen blinden Bruder und dann den Vater. Anschließend brachte er die Leichen nach Südfrankreich, wo sie auf einem Acker gefunden wurden. Nach monatelangem Indizienprozess wurde er im Frühjahr 2014 wegen Mordes verurteilt. Gleichwohl bestritt er auch beim Anhörungstermin im August die Tat. Zu dem Erbe gehören unter anderem ein Zweifamilienhaus sowie größere Sparguthaben.

(dpa)
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