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Drei Jahre Haftstrafe für korrupten Finanzbeamten

Die Statue Justizia. Foto: Peter Steffen/Archiv Die Statue Justizia. Foto: Peter Steffen/Archiv
Frankfurt/Main. 

Weil er sich von Steuerpflichtigen bestechen ließ, muss ein Frankfurter Finanzbeamter drei Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Frankfurt verurteilte ihn am Dienstag wegen Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung. Der 32-jährige hatte in 33 Fällen Steuererklärungen „frisiert”, so dass die Steuerpflichtigen unberechtigte Steuererstattungen erhielten. Von diesen Beträgen kassierte er die Hälfte, insgesamt rund 100 000 Euro. Dem Fiskus entstand ein Steuerschaden von mehr als 200 000 Euro. Erst nach einem Zeitraum von rund vier Jahren kamen die Unregelmäßigkeiten 2013 ans Tageslicht und der Steuerhauptsekretär wurde vom Dienst suspendiert.

Vor Gericht hatte er ein umfassendes Geständnis abgelegt und die Taten mit seiner Spielleidenschaft begründet. Er habe fast alles beim Poker verspielt oder in Spielautomaten gesteckt. Trotz des Geständnisses wollte die Strafkammer dem Wunsch des Verteidigers nach einer Bewährungsstrafe nicht entsprechen: „Dafür haben die von ihnen über einen langen Zeitraum verübten Straftaten einfach ein zu großes Gewicht”, sagte der Vorsitzende Richter. Strafverschärfend müsse sich der Umstand auswirken, dass die Straftaten „im Kernbereich der Tätigkeit eines Finanzbeamten” begangen worden seien.

(dpa)
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