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Landgericht Gießen: Dreifachmord-Prozess: Beamtin sagt aus

Der Eingangsbereich vom Landgericht in Gießen. Foto: Marius Becker/Archiv Der Eingangsbereich vom Landgericht in Gießen. Foto: Marius Becker/Archiv
Gießen. 

Im Prozess um einen Dreifachmord in Gießen und Düsseldorf hat eine Kriminalbeamtin zur kritisierten Ermittlungsarbeit der Polizei ausgesagt. „Für uns hat sich damals leider ein in sich stimmiges Bild ergeben”, sagte die Beamtin am Montag vor dem Landgericht Gießen. Heute sehe sie das natürlich anders. Sie habe auch keine Erklärung dafür, warum die Ermittlungen nicht weiter liefen, obwohl Angehörige der Toten bereits frühzeitig auf Merkwürdigkeiten aufmerksam gemacht hätten. Am vorangegangenen Verhandlungstag hatte ein Gerichtsmediziner der Düsseldorfer Polizei schlampige Arbeit in mehreren Fällen vorgeworfen.

Betroffen war demnach auch der Fall um den Tod von zwei Düsseldorferinnen. Die beiden 86 und 58 Jahre alten Frauen - Mutter und Tochter - waren im Mai 2016 getötet worden. Die Polizei ging zunächst von einem erweiterten Suizid aus. Doch für den Tod soll eine 36-Jährige aus Aachen verantwortlich sein, gegen die vor dem Landgericht Gießen verhandelt wird.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten Mord vor. Wenige Woche vor der Gewalttat in Düsseldorf soll sie zudem einen 79 Jahre alten Zauberkünstler in Gießen umgebracht und dessen Wohnung angezündet haben, um die Tat zu verdecken. Der Prozess wird fortgesetzt. (dpa)

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