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Erster Wasserstoff-Zug rollt durch Hessen

Das Foto zeigt einen Wasserstoffzug vom Typ Coradia iLint. Foto: Michael Wittwer/Alstom/Archiv Das Foto zeigt einen Wasserstoffzug vom Typ Coradia iLint.
Wiesbaden/Frankfurt/Main. 

Heute soll erstmals ein Personenzug mit Wasserstoffantrieb über hessische Schienen rollen. Hintergrund ist die europaweite Ausschreibung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes, der ab Ende 2022 die Dieselloks auf mehreren nicht elektrifizierten Nebenstrecken im Taunus durch die neue Technik ersetzen will.

Die Züge werden emissionsfrei über eine Brennstoffzelle angetrieben, in der Wasserstoff kontrolliert mit Sauerstoff reagiert und so Energie abgibt. Statt Dieselschwaden soll künftig nur noch Wasserdampf in die Taunusluft geblasen werden.

Bis zu 26 Triebwagen müssen laut RMV für das angepeilte Taunus-Linienpaket angeschafft werden, das derzeit von der Hessischen Landesbahn betrieben wird. Der französische Hersteller Alstom präsentiert seinen Wasserstoff-Zug vom Typ „Coradia iLint” auf einer Fahrt zwischen Wiesbaden und Frankfurt-Höchst, an der auch Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) teilnehmen will. Im Höchster Industriepark sollen die Züge künftig betankt werden.

Der Alstom-Zug wird im niedersächsischen Salzgitter gebaut. Auch die Konkurrenten Bombardier und Siemens arbeiten an der Technologie. Der RMV ist nach dem Land Niedersachsen der zweite potenzielle Großkunde, die Ausschreibung ist aber nach Angaben eines Sprechers noch nicht entschieden. Der Antrieb mit Brennstoffzellen wird auch für Nutzfahrzeuge, Busse und Privatautos getestet. Bislang ist allerdings das Tankstellennetz in Deutschland noch sehr weitmaschig.

(dpa)
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