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Esa-Kontrollzentrum feiert 50. Geburtstag

Europas Satelliten im Weltall sind ohne das Kontrollzentrum der Raumfahrtagentur Esa in Darmstadt nicht steuerbar. Die Einrichtung wird 50 – und Esa appelliert an die Zusammenarbeit.
Foto: Picasa 3.0 Zur Feier des Tages ließen sich Ingenieure im Kontrollzentrum über die Schultern blicken.
Darmstadt. 

Europas Raumfahrt verbindet Länder über Grenzen hinweg. Der Chef von Europas Raumfahrtagentur Esa, Jan Wörner, rief am Freitag bei der Feier zum 50-jährigen Bestehen des Esa-Satelliten-Kontrollzentrums in Darmstadt dazu auf, in der Zusammenarbeit nicht nachzulassen. In der Zeit von der Gründung der Einrichtung im Jahr 1967 hätten die Großmächte miteinander konkurriert, Europa habe sich aber zur Zusammenarbeit entschlossen: „Es wurde ein Zeichen gesetzt.“

Technologie im Alltag

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) verwies auf die Bedeutung dieser Technologie auch im Alltag. „Die Navigation im Auto ist ohne Satelliten nicht denkbar.“ Zypries koordiniert für die Bundesregierung die Luft- und Raumfahrt. Das Kontrollzentrum Esoc wird als „Europas Tor zum Weltraum“ bezeichnet und gilt in Kompetenz und Themenbreite als einzigartig in der EU. Die Einrichtung war am 8. September 1967 im Beisein des damaligen Bundesforschungsministers Gerhard Stoltenberg (CDU) eröffnet worden. Seitdem brachten die Teams rund 80 Esa-Satelliten in den Orbit. Besonders spektakulär war vor drei Jahren die „Rosetta“-Mission mit der Landung eines Mini-Labors auf dem Kometen „Tschuri“. Zu den Schwerpunkten der Satelliten-Programmen gehören auch Missionen für die Erdbeobachtung, den Klimaschutz und die Erforschung fremder Himmelskörper. Zum Geburtstag hatte sich das Esoc eine besondere Feier mit Bürgern ausgedacht.

Lange ausverkauft

Im Kontrollzentrum selbst gab es aus diesem Anlass die inzwischen dritte „Lange Nacht der Sterne“, bei der sich die Weltraum-Ingenieure über die Schultern blicken ließen. Die 5000 Karten dafür waren schon länger ausverkauft. Vor dem Zentrum gab es ein Bühnen-Programm mit Information über die spannendsten Momente in der Entwicklung der Einrichtung.

Im vergangenen Jahr beschäftigte das Esoc etwa 270 Esa-Festangestellte sowie 630 Mitarbeiter von Vertragsfirmen. Die Abkürzung des Namens leitet sich ab von „European Space Operations Centre“.

(lhe)
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