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Euronext-Chef kritisiert Fusion von Deutscher Börse und LSE

Sitz der Deutschen Börse in Eschborn. Foto: Boris Roessler/Archiv Sitz der Deutschen Börse in Eschborn. Foto: Boris Roessler/Archiv
Frankfurt/Main. 

Der Chef der europäischen Mehrländerbörse Euronext, Stéphane Boujnah, hat den Fusionsplan von Deutsche Börser und London Stock Exchange (LSE) deutlich kritisiert. Der Zusammenschluss schade Europa, dem Wettbewerb und damit den börsennotierten Unternehmen sowie den Börsenkandidaten, sagte Boujnah der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (FAZ/Mittwoch). Die Fusion, die derzeit von der EU-Kommission geprüft wird, würde einen Börsenriesen im Wert von mehr als 26 Milliarden Euro schaffen.

„Euronext wäre auf dem zweiten Rang zehnmal kleiner. Diese Art von Dominanz kann zu Machtmissbrauch führen”, warnte der Euronext-Chef. Er verwies zudem auf breitere Risiken für die Volkswirtschaften. Der Zusammenschluss der Clearinghäuser sei eine Art riesige Bankenfusion.

(dpa)
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