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Eurowings Probleme: Streikende Fluglotsen und Wetter

Ein Flugzeug des Typs Airbus A319-112 der Fluggesellschaft Eurowings startet. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv Ein Flugzeug des Typs Airbus A319-112 der Fluggesellschaft Eurowings startet.
Frankfurt/Main. 

Die Fluggesellschaft Eurowings erklärt ihre zuletzt gehäuften Verspätungen und Flugabsagen mit streikenden Fluglotsen und dem seit Wochen außergewöhnlichen Wetter in Europa. Beides seien Probleme für die gesamte Branche, sagte Eurowings-Chef Thorsten Dirks am Dienstagabend im Luftfahrt-Presse-Club Frankfurt. Zuletzt hatten in Frankreich und Italien die Lotsen ihre Arbeit niedergelegt und weitere Streiks angekündigt. Das habe jeweils Folgen bis in den deutschen Luftraum, meinte Dirks. Er räumte auch ein, dass die Lufthansa-Tochter derzeit nur wenige Flugzeuge als Reserve vorhält.

„Wir haben bis Ende Mai in Deutschland mehr Blitzeinschläge gehabt als im gesamten letzten Jahr zusammen”, sagte der Manager, der auch dem Lufthansa-Konzernvorstand angehört. Die Stromschläge treffen durchaus auch Flugzeuge: „Wir haben pro Woche drei Blitzeinschläge auf dem Boden bei Flugzeugen. Die fallen natürlich erst einmal aus für 12 bis 16 Stunden, weil sie gecheckt werden müssen.” Ähnlich wie im Auto sind Flugzeuginsassen bei einem Blitzschlag sicher, da die Energie in der Metallhülle um das Flugzeuginnere herum geleitet wird und wieder austritt. Begleitet wird der Blitzschlag von einem gleißenden Licht und einem lauten Knall.

Diese Flugzeuge aus der Reserve zu ersetzen, fällt der Airline zunehmend schwer. „Irgendwann sind Reserven einfach aufgebraucht”, sagte Dirks. Eurowings war zuletzt in Folge der Air-Berlin-Pleite stark gewachsen und hat nach eigenen Angaben im Sommerflugplan 185 Maschinen im Einsatz. Das hätten laut Dirks noch einige mehr sein sollen, aber ein Mietgeschäft über 4 Jets samt Besatzungen von der Laudamotion wurde nicht verlängert, nachdem die irische Ryanair bei der österreichischen Airline eingestiegen war.

Weiterhin kritisch sieht Dirks die langen Wartezeiten bei den Passagierkontrollen an hochfrequentierten Flughäfen wie Frankfurt oder Düsseldorf. „Wir haben die Probleme etwas entschärft, aber sind lange noch nicht da, wo wir hinwollen.”

(dpa)
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