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Evangelische Kirche: Wegen höherer Kosten an Erspartes

Zahlreiche Euro-Banknoten liegen auf einem Haufen. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv Zahlreiche Euro-Banknoten liegen auf einem Haufen. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv
Frankfurt/Main. 

Steigende Personalkosten und stagnierende Kirchensteuer-Einnahmen: Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) muss 2017 zum ersten Mal seit elf Jahren an ihre Ersparnisse heran. Nach Angaben von Finanzdezernent Heinz Thomas Striegler sollen im nächsten Jahr rund 1,9 Millionen Euro aus den Rücklagen entnommen werden. Der Finanz-Chef sprach am Freitag von einem „Haushalt mit Problemanzeigen”. Sorgen bereiten der EKHN vor allem hohe Personalkosten und steigende Verpflichtungen durch die Altersversorgung.

Für 2018 kündigte Striegler ein neues Sparkonzept in der EKHN an. „Wir müssen stärker in die Aufgabenkritik gehen”, sagte er am Rande der Synode in Frankfurt. Details nannte er nicht. Das Konzept soll bis zum Frühjahr erarbeitet werden und rund zehn Millionen Euro jährlich umfassen. Um die „Verschärfung der Haushaltssituation” nach 2020 auszugleichen, reiche dies aber nicht.

Derzeit hat die EKHN nach eigenen Angaben rund 1600 Pfarrstellen und 20 000 Angestellte. Der Gesamtetat beträgt 595 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Personalkosten um 13,5 Millionen auf 227 Millionen Euro. Dem gegenüber stehen Einnahmen von 505 Millionen Euro aus der Kirchensteuer - für 2016 waren 495 Millionen prognostiziert.

(dpa)
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