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Ex-Ministerin: In der #MeTooDebatte wird zu viel vermischt

Die ehemalige Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU). Foto: Soeren Stache/Archiv Die ehemalige Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU).
Berlin/Wiesbaden. 

Ex-Familienministerin Kristina Schröder (CDU) sieht die #MeToo-Debatte mit Skepsis. „Ich denke, in der Diskussion wird zu viel vermischt: Krasse Fälle der Vergewaltigung oder der körperlichen Annäherung werden in einen Topf geworfen mit anzüglichen Bemerkungen. Das finde ich unangemessen. Man muss das trennen”, sagte die in Wiesbaden lebende Schröder dem „Tagesspiegel am Sonntag”.

Gut sei die Debatte da, wo es um körperliche Übergriffe gehe. „Da hat Öffentlichkeit eine Grenze verschoben, die früher von vielen noch augenzwinkernd anders gezogen wurde. Jetzt ist klar, dass neben sexueller Gewalt auch die Hand auf dem Knie nicht geht, dass auch die distanzlose Annäherung im Aufzug nicht geht.” Negativ finde sie die #MeToo-Debatte da, wo sie weit über das Ziel hinausschieße „und wo sie versucht, jegliche Äußerung von Anziehung zwischen den Geschlechtern zu tilgen”.

Mit dem Schlagwort #MeToo (deutsch: Ich auch), das in den USA aufkam, berichten seit dem vergangenen Jahr Frauen und Männer weltweit über sexuelle Übergriffe und Missbrauch.

(dpa)
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