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Experten: Mangelhafte Inklusion in Hessen

Ein gemeinsamer Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Schülern wird in Hessen nach Ansicht von Experten zu häufig torpediert.
Darmstadt. 

Experten sehen bei der Inklusion in Hessen noch Verbesserungspotential. Bild-Zoom
Experten sehen bei der Inklusion in Hessen noch Verbesserungspotential.
 «Eine Inklusion wird systematisch verhindert», sagte die Professorin für Heilpädagogik Anne-Dore Stein am Mittwoch in Darmstadt. Sie ist Vorstand des bundesweiten Vereins «Politik gegen Aussonderung - Koalition für Integration und Inklusion». Dabei sei 2009 eine UN-Behindertenrechtskonvention verabschiedet worden, zudem gebe es in Hessen ein entsprechendes Gesetz. Das Kultusministerium wies die Darstellung als «vollkommen absurd» zurück.

Unterstützt wird der Verein unter anderem vom Elternbund, vom Landesbehindertenrat und von der Bildungsgewerkschaft GEW Hessen. Vorgestellt wurde mit Blick auf die Landtags- und Bundestagswahl ein «Schwarzbuch Inklusion» mit rund 65 Einzelfällen. «Es ist festzustellen, dass weiterhin der Ausschluss von inklusivem Unterricht der Regelfall ist», heißt es darin. Was in Hessen festgestellt worden sei, gelte auch für andere Länder.

Der Sprecher des Ministeriums, Christian Henkes, betonte, die Vorwürfe einer systematischen Verhinderung entbehrten jeder Grundlage. Den genannten Fällen stünden 2100 Schüler mit Förderbedarf entgegen, die nun eine allgemeine Schule besuchten. Zudem würden landesweit 22 000 Schüler ohne Förderbedarf präventiv sonderpädagogisch gefördert. An den Förderschulen des Landes würden rund 35 000 Schüler unterrichtet.

 

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