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Hessenwahl: FDP meldet Regierungsanspruch an und ist offen für Jamaika

Die FDP wagt sich aus der Deckung. Die Liberalen wollen wieder in Hessen regieren - und können sich das gar mit den Grünen vorstellen.
Der hessische FDP-Fraktionsvorsitzende René Rock. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv Der hessische FDP-Fraktionsvorsitzende René Rock.
Wiesbaden. 

FDP-Spitzenkandidat René Rock ist offen für ein Jamaika-Bündnis in Hessen. „Es gibt zwischen der CDU, den Grünen und uns auch thematische Übereinstimmungen”, sagte Rock im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. „Die stehen halt oft nicht so im Fokus, weil man sich viel an den Unterschiedlichkeiten abarbeitet. Aber es gibt Projekte, wo wir gar nicht so weit auseinander sind.”

Sollte es nach der Landtagswahl in Hessen die Möglichkeit für eine Jamaika-Koalition geben, „dann braucht man aber auch jemanden, der energisch so ein Bündnis zusammenführen will”, betonte der FDP-Politiker. „Es wird also auch auf denjenigen ankommen, der den Ministerpräsidenten stellen möchte und dann auch sagt: Ich will dieses Bündnis formen.”

Der Schein trügt. Beim großen Duell zwischen dem amtierenden hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und seinem Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD) wurden nicht nur Nettigkeiten ausgetauscht. Das Interview gibt es Morgen, in der FNP - Frankfurter Neue Presse, HNA, Gießener Allgemeine Zeitung und Offenbach Post.
Landtagswahl 2018 Bouffier gegen Schäfer-Gümbel - Das große Duell vor der Wahl

In gut zwei Wochen entscheiden die Hessen über die politische Zukunft ihres Landes. Wir haben die beiden Spitzenkandidaten von CDU und SPD zum Gespräch gebeten. Vor allem die Themen Sicherheit und Bildung waren Grund für eine lebhafte Diskussion zwischen Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD) und Volker Bouffier (CDU).

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„Es ist ein großer Ansporn für uns, dass es keine große Koalition in Hessen gibt”, sagte Rock. „Die große Koalition in Berlin ist schon schlimm genug, so etwas brauchen wir nicht in Hessen.” Dies treibe die Liberalen auch an, in Hessen umso entschlossener über eine Regierungsbeteiligung zu verhandeln. „Wir wollen das ernsthaft verhandeln, wenn es möglich ist.”

„Ein Bündnis mit drei Parteien ist dann erfolgreich, wenn jeder die Themen macht, für die er auch Kompetenzen hat und Know-how mitbringt”, meinte der Fraktionsvorsitzende im Hessischen Landtag. Da könne die FDP bei der Wirtschaftskompetenz schon viel bieten.

„Ein Bündnis, bei dem die FDP den Umweltminister stellt und die Grünen den Wirtschaftsminister - da würde jeder sagen: Ich glaube, die haben da was verkehrt gemacht.” In der amtierenden Landesregierung ist das Wirtschaftsministerium mit dem Grünen-Politiker Tarek Al-Wazir besetzt.

Für die FDP sei es grundsätzlich immer leichter, mit der Union Bündnisse zu schmieden, sagte Rock. „Wir haben Erfahrungswerte und wissen, auf was wir uns verlassen können.” Ein Bündnis mit der SPD schließe er deshalb aber nicht aus.

Trotz Umfragewerten von sechs Prozent für die FDP zeigte sich der Spitzenkandidat zuversichtlich, dass der Wahlausgang keine Zitterpartie für die Liberalen wird. Es gebe noch viele unentschlossene Bürger, die eine politische Heimat suchten. Er rechne daher mit einem Ergebnis von sieben bis neun Prozent für die FDP bei der Landtagswahl. „Alles andere würde mich extrem wundern.”

(Von Andrea Löbbecke und Bernd Glebe, dpa)

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