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Familie NSU-Mordopfer plädiert im Prozess gegen Zschäpe

Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/Archiv Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz.
München. 

Die Familie des 2006 in Kassel ermordeten Halit Yozgat und ihre Anwälte sollen heute im NSU-Prozess (9.30 Uhr) plädieren. Einer der Anwälte, Alexander Kienzle, kündigte an, seine Mandanten würden dafür nach München reisen. Yozgat war das neunte und letzte Opfer der sogenannten„Ceska”-Serie, die nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft von den beiden Rechtsterroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt verübt und von der wegen Mittäterschaft angeklagten Beate Zschäpe unterstützt und mitgeplant wurde.

Die drei NSU-Mitglieder waren im Januar 1998 in Jena abgetaucht und lebten unerkannt fast 13 Jahre bei Gesinnungsgenossen in Chemnitz und in konspirativen Wohnungen in Chemnitz und Zwickau. Während dieser Zeit haben Mundlos und Böhnhardt laut Anklage zehn Menschen ermordet, neben den neun Opfern der rassistisch motivierten „Ceska”-Serie auch die Polizistin Michele Kiesewetter in Heilbronn.

Die Gruppe war nach einem missglückten Banküberfall in Eisenach im November 2011 aufgeflogen. Mundlos und Böhnhardt nahmen sich das Leben. Zschäpe und vier mutmaßliche Helfer müssen sich seit viereinhalb Jahren vor dem Oberlandesgericht in München verantworten. Die Bundesanwaltschaft hat lebenslange Haft für Zschäpe beantragt.

(dpa)
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