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Fast 70 000 laufen durch Frankfurt

Fast 70 000 Läufer haben am Donnerstagabend den 5,6 Kilometer durch die Frankfurter Innenstadt geschafft. Bei gutem Wetter kam Manuel Stöckert von der Bereitschaftspolizei Würzburg in 16:31 Minuten als Erster ins Ziel, bei den Frauen siegte Katharina Heinig von der Polizei Hessen (19:02). Mit Bilderstrecke
Frankfurt. 

Die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt hatte den Startschuss für den 20. JP Morgan Corporate Challenge Lauf gegeben, der als größter Firmenlauf in Europa gilt. Die Läufer arbeiten bei rund 3000 Unternehmen und Behörden und sind aus mehr als 300 Städten gekommen. Firmen wie die Deutsche Bank, Lufthansa und Continental sind nach Angaben der Organisatoren mit jeweils mehr als 1000 Arbeitnehmern vertreten.

Etwa 150 Läufer der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) protestieren während des Laufs gegen riskante Spekulationsgeschäfte der größten US-Bank JP Morgan. Sie trugen lila T-Shirts mit der Aufschrift "Joggupy. Wir laufen gegen Zockerei". Banner mit derselben Aufschrift hat die EKHN zudem an einer Kirche an der Laufstrecke aufgehängt.

Die Läufer spenden mit ihrer Teilnahme 1,80 Euro für einen guten Zweck, die US-Bank JP Morgan gibt noch einmal so viel dazu. In diesem Jahr beträgt die Summe den Veranstaltern zufolge rund 247 000 Euro und geht an zwölf Projekte des Behindertensports. Mehr als 1,27 Millionen Euro kamen so dem Veranstalter zufolge in den vergangenen sechs Jahren für junge Behindertensportler zusammen.

Der JPMCC-Lauf wird weltweit in zwölf Städten auf fünf Kontinenten ausgetragen. Am Main ging es 1993 mit 527 Läufern aus 57 Firmen los. Dabei laufen Geschäftsführer und Sekretärin, Abteilungsleiterin und Sachbearbeiter gemeinsam. Nach Darstellung der Veranstalter bringt kein anderer Lauf in Europa so viele Menschen auf die Straße wie der durch Frankfurt, auch nicht der Berlin- oder der London-Marathon.

(dpa)
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