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Festspiele: „Peer Gynt” mit Digital-Techniktricks

Schauspieler steht als Peer Gynt mit Schauspielern als Troll kostümiert bei der Medienprobe "Peer Gynt" auf der Bühne. Foto: Swen Pförtner Schauspieler steht als Peer Gynt mit Schauspielern als Troll kostümiert bei der Medienprobe "Peer Gynt" auf der Bühne.
Bad Hersfeld. 

Gespickt mit viel Schauspiel-Prominenz ist am Freitagabend zu Beginn der 68. Bad Hersfelder Festspiele die Eröffnungspremiere über die Bühne gegangen. In der rund zweieinhalbstündigen Inszenierung des Stücks „Peer Gynt” zeigte Christian Nickel in der Hauptrolle eine herausragende Leistung und bewies einmal mehr seine Klasse bei dem Freilicht-Theaterfestival.

In weiteren Rollen waren Andreas Schmidt-Schaller, Nina Petri, Anouschka Renzi, Pierre Sanoussi-Bliss, André Hennicke, Claude-Oliver Rudolph und Corinna Pohlmann in der Stiftsruine zu sehen.

Regisseur Robert Schuster zeigte eine moderne, unkonventionelle und mit vielen technischen Tricks versehene Version des Bühnenklassikers. Die Vorlage stammt von dem norwegischen Dramatiker und Lyriker Henrik Ibsen. Beim Bühnengeschehen in Bad Hersfeld paarte sich die analoge mit der digitalen Welt. Immer wieder wurden zwei fahrbare Videowände als zentrale Bühnenelemente in die Handlung miteinbezogen. Digitale Filmsequenzen gingen in reales Schauspiel der Akteure auf der Bühne über und umgekehrt.

Der neue Intendant Joern Hinkel hatte im Vorfeld ein besonderes Theater-Erlebnis angekündigt: „Eine Geschichte voller Dämonen, Trolle und Spukgestalten, ein überbordendes Theaterfeuerwerk, voller Wärme und Humor, eine bezaubernde, traurige, übrigens hoch aktuelle Theater-Fantasie.” Doch im Vergleich zu den Eröffnungspremieren der vergangenen Jahre fiel der Schlussapplaus der rund 1300 Zuschauer nicht so frenetisch aus.

(dpa)
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