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Feuer wütet in Bad Nauheim

Von Ein Schwerstverletzter, zwei Leichtverletzte und ein Sachschaden von rund 300.000 Euro sind das Ergebnis eines Brandes in der Bad Nauheimer Kernstadt. Das Feuer hält die Feuerwehr auch am derzeit noch beschäftigt.
Bad Nauheim. 

Viele hundert Menschen hatten ganz unfreiwillig einen Logenplatz bei einem verheerenden Brand, der sich in der Neujahrsnacht in der Bad Nauheimer Kernstadt ereignete. Sie waren auf den Johannisberg gepilgert, um von dort oben das Feuerwerk über Bad Nauheim und Friedberg zu bestaunen. Doch ihr Fokus richtete sich schnell auf den von dieser Position gut zu sehenden Brand, der Verletzte und einen hohen Sachschaden zum Ergebnis hatte.

Um etwa zehn Minuten nach Mitternacht wurden erste Stimmen laut, die vom Silvester-Feuerwerk ablenkten. Direkt hinter der russisch-orthodoxen Reinhardskirche in der engen Schulstraße erhellte der Schein des Feuers den Nachthimmel. Kurz darauf waren die ersten Sirenen zu hören, rund 80 Feuerwehrleute hatten die nächsten Stunden Schwerstarbeit zu verrichten. Im Einsatz war nicht nur die komplette Bad Nauheimer Wehr mit Stadtteilen, sondern auch die Drehleiter aus Friedberg und zwei Einsatzwagen aus Bad Vilbel.

Als die Einsatzkräfte ankamen, stand das Dachgeschoss des Fachwerkhauses, in dem sich auch ein Schuster und ein Geschäft für Goldankauf befinden, hoch in Flammen. Der allein anwesende 69-jährige Bewohner wollte sich über eine Leiter ins Freie retten, stürzte dabei jedoch auf die Straße ab. Er zog sich nicht nur schwere Verbrennungen, sondern auch ein Schädel-Hirn-Trauma zu. Er wurde mit schwersten Verletzungen in die Klinik Frankfurt-Höchst gebracht. Sein Zustand gilt als kritisch.

Weiterhin verletzte sich ein Feuerwehrmann, der sich eine Bänderdehnung zuzog. Eine vermeintlich angetrunkene Passantin stolperte über einen Feuerwehrschlauch und verletzte sich mit ihrer Brille im Gesicht. „Wir weisen immer wieder darauf hin, dem Einsatzort nicht zu nahe kommen, doch die Sensationslust der Menschen ist größer“, bedauert der stellvertretende Kreisbrandinspektor Michael Kinnel diesen Vorfall.

Was die Feuerwehr zu den Schwierigkeiten beim Löschen und zur Brandursache sagt, lesen Sie morgen in der Frankfurter Neuen Presse.

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