E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 28°C

Fit werden für das digitale Zeitalter

Von Wer würde nicht gerne wissen, wie die Zukunft aussieht? Der Frankfurter DigitalPionier Roman Keßler möchte es herausfinden und hat dafür eine Themenwoche mit zahlreichen Veranstaltungen, inklusive eigener Technik-Messe, im Rhein-Main-Gebiet auf die Beine gestellt.
Foto: Clemens Riemenschneider Zu welchen Interaktionen Roboter in der Lage sind, erfahren die Besucher der Webweek.
Frankfurt. 

Fast jeder nutzt inzwischen regelmäßig die Vorzüge digitaler Errungenschaften: WhatsApp, Facebook und etliche weitere Apps sind fester Bestandteil des Alltags geworden. Nutzen lassen sich die digitalen Helfer meinst intuitiv, doch welche Datentechnik dahintersteht, das verstehen die Wenigsten. Doch wie schnell solches Wissen wichtig werden kann, hat nicht zuletzt der Facebook-Datenskandal bewiesen.

Millionen Menschen waren plötzlich in Sorge, was eigentlich mit ihren Daten geschieht – die genauen Zusammenhänge konnten nur noch Experten erklären. „Wir dürfen nicht nur Konsumenten-Opfer sein“, betont Roman Keßler. Der Frankfurter Digitalpionier will dazu beitragen, dass auch Menschen, die wenig mit digitaler Technik zu tun haben, die Chance bekommen, sich ausführlich zu bilden. Dafür hat er zusammen mit Adam Siwy die Veranstaltungs- und Themenwoche „Webweek Rhein-Main“ auf die Beine gestellt.

Nicht nur für Nerds

War die Webweek im vergangenen Jahr noch auf Frankfurt beschränkt, nimmt nun das ganze Rhein-Main-Gebiet daran teil – von Darmstadt bis Gießen und von Aschaffenburg bis Wiesbaden. Statt im vergangenen Jahr zwölf Events, trumpft die neue Webweek vom 21. bis zum 27. Mai mit mehr als 50 Veranstaltungen auf.

Ein Großteil der Veranstaltungen liest sich dabei äußert kryptisch: „Meetup: Statistik Software R“, „Blockchain Communities an Trust“ oder „Digital Twins for the loT“. Doch davon sollten sich die Besucher nicht abschrecken lassen, betont der Initiator. Denn hinter der Nerd-Sprache würden sich unterhaltsame Events verbergen, auf denen auch Menschen ohne Informatik-Studium spannende Informationen nähergebracht bekommen.

Generell sei die Webweek eine umfangreiche Mischung aus Expertentreffs, Informationsveranstaltungen und Technikunterhaltung. So startet die Woche am Montag, den 21. Mai, mit einem WM-Orakel in der Brotfabrik. Dort wird die komplette bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft auf der Konsole vorgespielt und prognostiziert. Weitere unterhaltsame Höhepunkte sind das „Pub-Quiz“, das „HeBoCon Roboter Sumo“ und die Vorstellung „Mit Hashtag und Handschellen“ der Wiesbadener Polizei am
Donnerstag.

Darüber hinaus bietet die Webweek Info-Veranstaltungen zu zahlreichen Begriffen, die jeder schön mal gehört hat, aber nur die Wenigsten verstehen: „Einführung in den Bitcoin und Blockchain“ am Mittwoch, „Cyber Workshop Live-Phishing: Wie gehen Angreifer vor“ und das „Virtual & Augmented Reality Meetup“ am Donnerstag. Es lohnt sich also einen genauen Blick in das Programm zu
werfen.

Neben den Informationen und der Unterhaltung soll die Webweek auch noch einem weiteren Zweck dienen: „Menschen, die sich mit so was beschäftigen, haben sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt“, verspricht Keßler. Aus diesem Grund ist auch das Vergleichsportal Check24 als Sponsor eingestiegen und hofft, neue qualifizierte Mitarbeiter zu
finden.

Fliegende Badewannen

Ein Programmpunkt der Webweek ist auch die Messe „Make Rhein-Main“. Diese veranstaltet Keßler seit 2014 einmal pro Jahr mit stetig wachsendem Erfolg. Die „Make Thein-Main“ stellt in diesem Jahr den Kern der Webweek dar und findet am 26. und 27. Mai in der Frankfurter Event-Location Tatcraft statt. Highlight der diesjährigen Messe, zu der Keßler bis zu 2000 Besucher erwartet, ist der Besuch der Youtuber „The Real Life Guys“, die eine fliegende Badewanne präsentieren.

„Denkt nach!“ ist Keßlers Credo. Er will mit seinem Engagement die Menschen nicht nur informieren, er will sie zum Nachdenken anregen. Denn wer in einer Welt, die sich zunehmend digitalisiert, nicht auf der Höhe der Zeit bleibt, der könnte schnell benachteiligt sein. Dafür nennt Keßler einfache Beispiele: „Wer nicht informiert ist, teilt online mehr über sich mit als nötig oder bucht immer zu teure Tickets.“ Generell sei ohne digitalen Sachverstand eine Teilhabe an der Gesellschaft irgendwann nur noch schwer möglich. Und immer häufiger passiert es, dass bisherige Experten-Themen in die breite Masse rücken, wie jüngst der Hype über Bitcoins: „Ganz normale Menschen haben plötzlich gesehen, da passiert was, da will ich mehr drüber wissen“, sagt Keßler.

Spätestens im beruflichen Alltag nehmen die Herausforderungen der Digitalisierung für alle ganz konkrete Formen an. So praktizieren immer mehr Unternehmen sogenanntes „agiles Arbeiten“ – eine Form der Arbeitsorganisation, die sich durch Flexibilität auszeichnet. Wer in seinem Beruf weiterhin Erfolg haben will, sollte besser gewappnet sein, wenn plötzlich digitale Tools einkehren, die den Arbeitsalltag umkrempeln.

vom 21. bis 27. Mai 2018 in Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Gießen, Aschaffenburg und Offenbach. Programm unter www.make-rhein-main.de programm

Zur Startseite Mehr aus Rhein-Main & Hessen

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen