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Flüchtlingsunterkunft in Marburg geschlossen: OB kritisiert

Oberbürgermeister von Marburg, Thomas Spies (SPD). Foto: Alexander Heinl/Archiv Oberbürgermeister von Marburg, Thomas Spies (SPD). Foto: Alexander Heinl/Archiv
Marburg/Wiesbaden. 

Die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Marburg hat am Mittwochmittag geschlossen. Busse hätten die letzten Bewohner am Morgen in eine Unterkunft nach Rotenburg an der Fulda gebracht, teilte die Stadt mit. Damit reagiert das Land auf die sinkende Zahl von Asylsuchenden: Nach Angaben des Sozialministeriums gab es im August 19 Erstaufnahmeeinrichtungen in Hessen, Ende September sollen es nur noch elf sein.

Nach Bekanntwerden der Pläne des Sozialministeriums hatte der Marburger Oberbürgermeister Thomas Spies (SPD) Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) vergeblich aufgefordert, die Entscheidung zu überprüfen. Spies verabschiedete die Bewohner am Dienstag und kritisierte die Landesregierung. Einige der Geflüchteten hatten seit ihrer Ankunft in Deutschland mehrfach umziehen müssen. „Wir sind ein reiches, gut organisiertes Land und müssen so nicht mit Menschen umgehen, die Krieg, Flucht und Vertreibung hinter sich haben.” Hunderte ehrenamtliche Helfer und die Stadt hätten in Marburg „beste Voraussetzungen” geschaffen.

Die Stadt hatte die Unterkunft im Sommer 2015 provisorisch auf einem Sportgelände errichtet. Zelte wurden später durch Holzbaracken ersetzt. Was mit ihnen geschehen soll, ist noch unklar.

(dpa)
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