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Fluglärmgegner formieren sich

Zum Jubiläum gibt's Protest: Am Jahrestag der neuen Frankfurter Landebahn erwarten Lärmgegner an diesem Sonntag Tausende zu einer Demonstration am Flughafen.

Frankfurt. 

Die 2800 Meter lange Asphaltbahn war vor genau einem Jahr eröffnet worden. Als erstes Flugzeug war eine Maschine mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darauf gelandet.

Unter dem Motto «Schluss! Aus! Basta!» wollen etwa 60 Bürgerinitiativen gegen den Ausbau des Flughafens demonstrieren. Geplant sind eine Mahnwache vor dem Terminal 1 und eine Kundgebung am Rand der Landebahn. Es werden mehrere Künstler und der Präsident der europäischen Flughafenausbaugegner, John Stewart, erwartet.

Hauptforderung der Bürgerinitiativen ist eine Reduzierung des Flugverkehrs um 100 000 auf 380 000 Starts und Landungen pro Jahr. «Die Politik könnte das ganz schnell ändern», sagte Bündnis-Sprecherin Ingrid Kopp. Die Zahl der Kurzstreckenflüge würde sich drastisch reduzieren, wenn die Preise von Bahn und Flugverkehr angeglichen werden.

Landesregierung: Einschränkung des Flugverkehrs kommt nicht infrage

Eine Einschränkung des Flugverkehrs kommt für die Landesregierung jedoch nicht infrage. Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch (FDP) betonte am Freitag die positive Wirkung des Nachtflugverbots: «Damit hat die Landesregierung (...) einen Ausgleich zwischen den Interessen der Anwohner und denen der Luftfahrt gefunden».

Für die CDU hat der Ausbau neue Wachstumschancen eröffnet. Gleichzeitig bleibe die Reduzierung der Lärmbelastung beständige Aufgabe, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Walter Arnold, laut Mitteilung.

Die Befürworter des Flughafenausbaus kritisierten die einseitige Diskussion. Hunderttausende Familien lebten direkt oder indirekt vom Flughafen - das werde oft vergessen, kritisierte die Bürgerinitiative PRO.

Grüne und Linke erneuerten ihre Kritik an der Landesregierung und riefen zur Teilnahme an den Protesten auf. Auch nach einem Jahr habe die Landesregierung keine wirksamen Maßnahmen gegen Lärmschutz ergriffen, heißt es in einer Mitteilung der Grünen. Auch die SPD warf der Landesregierung vor, zu spät und nicht ausreichend gehandelt zu haben.

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