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Suche nach technischen Möglichkeiten: Flugsicherung will Drohnen orten: hilft Mobilfunknetz?

Die Deutsche Flugsicherung sucht mit der Telekom nach einer Möglichkeit, um Drohnen „sehen” zu können. Helfen könnte das Mobilfunknetz.
Eine Drohne fliegt bei Sonnenuntergang über eine Wiese. Foto: Felix Kästle/Archiv Eine Drohne fliegt bei Sonnenuntergang über eine Wiese. Foto: Felix Kästle/Archiv
Langen/Darmstadt. 

Die immer beliebter werdenden zivilen Drohnen können Flugzeugen und Hubschraubern gefährlich in die Quere kommen. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) sucht deshalb zusammen mit der Deutschen Telekom nach technischen Möglichkeiten, um die Flugobjekte „sehen” zu können.

Für die DFS und deren Radar seien sie noch unsichtbar, berichtete eine DFS-Sprecherin in Langen. Die Drohnen seien zu klein und verfügten nicht über die nötige Technik. Nun soll versucht werden, ob sie mit Hilfe des Mobilfunknetzes geortet werden können. Laut DFS ist die Zahl der Drohnen in Deutschland stark gestiegen und dürfte Schätzungen zufolge bei mittlerweile 400 000 liegen.

Das Projekt nimmt derzeit der DFS zufolge an Fahrt auf. „Unser Ziel ist die sichere und faire Integration der Drohnen in den Luftverkehr”, sagte die Sprecherin. Erste Flugversuche würden für den Sommer erwartet. Das Projekt könnte sich noch bis in das nächste Jahr hinziehen. „Wir wollen jegliche Daten aus einer Drohne zu einer Bodenstation schicken”, sagte dazu ein Telekom-Sprecher.

Im Jahr 2015 waren laut DFS bundesweit 14 Drohnen-Sichtungen gemeldet - im Jahr darauf mit 64 aber schon fast fünf Mal soviel. Allein 58 davon waren in der Nähe eines Flughafens. Im Raum Frankfurt mit dem größten deutschen Flughafen wurden im vergangenen Jahr 16 Sichtungen gemeldet, 2015 waren es noch zwei gewesen. Sichtungen werden der DFS von Piloten weitergegeben.

Die DFS geht bei bei den gemeldeten Ereignissen eher von Hobby-Drohnenflieger aus als von gewerblichen Nutzern, die Drohnen beispielsweise für professionelle Luftaufnahmen verwenden. „Wir vermuten hier eher einen gewissen Spieltrieb”, sagte die DFS-Sprecherin. „Gewerbliche Nutzer mussten auch bisher schon bei den Landesluftfahrtbehörden einen Kenntnisnachweis erbringen. Sie sind in den allermeisten Fällen sicher im Umgang mit ihrem Fluggerät.”

Alle wichtigen Informationen zum Drohnenflug hat die DFS auf der neuen Website www.sicherer-drohnenflug.de zusammengefasst.

(dpa)
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