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Forscher verteidigen Gutachten zu NSU-Mord in Kassel

Die Namen der NSU-Mordopfer stehen auf einer Gedenktafel für die NSU-Opfer am Halitplatz in Kassel, aufgenommen am 05.11.2012. Die Namen der NSU-Mordopfer stehen auf einer Gedenktafel für die NSU-Opfer am Halitplatz in Kassel, aufgenommen am 05.11.2012.
Kassel. 

Aktivisten und britische Forscher halten trotz CDU-Kritik an ihrem Gutachten zum NSU-Mord in Kassel fest. Demnach hätte der frühere Verfassungsschützer Andreas Temme 2006 während des Mordes am türkischen Internetcafébesitzer Halit Yozgat etwas mitbekommen müssen. Das gilt als zentraler Punkt bei der Frage, wieviel die Behörden von den Morden des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) wussten. „Auch wenn nur mit geleakten Daten gearbeitet wurde, haben die Ergebnisse Bestand”, sagte Fritz Weber, Sprecher der Initiative 6. April am Sonntag in Kassel.

Es geht dabei um ein Gutachten der Forschergruppe Forensic Architecture. Die Forscher und Aktivisten fordern, dass der Mord am türkischen Internetcafé-Besitzer Halit Yozgat 2006 in Kassel weiter aufgeklärt wird. Die hessische CDU hatte das Gutachten kritisiert, Methode und Datenmaterial infrage gestellt

Laut Forensic Architecture war der frühere Verfassungsschützer Temme zur Tatzeit am Tatort und hätte etwas vom Mord an Yozgat mitbekommen müssen. Temme bestreitet dies allerdings. Das dürfe man nicht hinnehmen, sagte Weber. Die Aktivisten kritisieren, dass die britische Forschergruppe nicht in den hessischen NSU-Untersuchungsausschuss eingeladen wurde, um ihre Ergebnisse zu verteidigen.

Die Kasseler Initiative 6. April hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Ermittlungen zum Mord an Yozgat zu hinterfragen. Die Gruppe Forensic Architecture der Londoner Goldsmiths Universität untersucht nach eigenen Angaben für die Vereinten Nationen und Nichtregierungsorganisationen Menschenrechtsverletzungen und Morde. Sie hatten auf Grundlage von im Internet enthüllten Ermittlungsinformationen den Ablauf der Ereignisse rekonstruiert. Ihre Ergebnisse wurden auf der Kunstausstellung documenta gezeigt.

(dpa)
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