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Ab 2018: Frankfurt wird zum internationalen Gerichtsstandort

Richterhammer im Gerichtssaal. Foto: Uli Deck/Archiv Richterhammer im Gerichtssaal.
Frankfurt/Main. 

Das Landgericht Frankfurt will ab Januar 2018 eine englischsprachige Kammer für Handelssachen einrichten. Wie das Landgericht am Donnerstag mitteilte, soll Frankfurt damit als Gerichtsstandort gestärkt werden. „Unternehmen sollen die Möglichkeit erhalten, nach ihrer Wahl die Verhandlung auf Englisch durchzuführen”, sagte der Gerichtspräsident Wilhelm Wolf.

Gerade nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU sei es eine Chance, Frankfurt als internationalen Gerichtsstandort zu etablieren, um internationale Verfahren, die bislang in Großbritannien geführt wurden, in die Mainmetropole zu bringen. Die Stadt sei aufgrund ihrer Infrastruktur und der besonderen wirtschaftsrechtlichen Kompetenz der richtige Standort, sagte Wolf.

Auf Antrag einer Partei, eine Handelssache auf Englisch zu verhandeln, soll der Rechtsstreit den Angaben zufolge automatisch der englischsprachigen Kammer für Handelssachen zugewiesen werden. Wenn beide Parteien einverstanden sind, kann die Verhandlung auf Englisch geführt werden. Die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann(CDU) hatte nach Angaben des Landgerichts bereits angekündigt, Personal- und Sachmittel für eine Kammer für internationale Handelsverfahren zur Verfügung zu stellen.

(dpa)
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