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Frankfurter soll Kopf einer «Pillen-Bande» sein: Anklage erhoben

Potsdam/Frankfurt. 

Das Landgericht Potsdam hat Anklage gegen einen 44-Jährigen aus Frankfurt erhoben, der als Kopf einer Bande gefälschte Potenz- und Schlankheitsmittel verkauft haben soll. Ihm wird unter anderem gewerbsmäßiger Betrug, Bildung einer kriminellen Vereinigung und bandenmäßiger Schmuggel vorgeworfen, wie Frank Tiemann, Sprecher des Landgerichts Potsdam, am Dienstag sagte. Wann der Prozess beginnt, ist noch unklar. Zunächst muss das Landgericht entscheiden, ob es die Anklage zulässt.

Er wurde in Uruguay festgenommen und sitzt seit März in Brandenburg/Havel in Untersuchungshaft. Die «Pillen-Bande» soll für weit mehr als 21 Millionen Euro über das Internet gefälschte Arzneimittel verkauft haben. Mit dem mutmaßlichen Drahtzieher sind vier weitere mutmaßliche Mitglieder der Bande angeklagt. Sieben Beschuldigte stehen bereits seit März in Potsdam vor Gericht. Der mutmaßliche Bandenchef hatte sich im April 2011 - nachdem die «Pillen-Bande» aufgeflogen war - ins Ausland abgesetzt.

(dpa)
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