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Frühere Polizisten als Flüchtlingsberater im Einsatz

Wiesbaden. 

Rund 170 pensionierte Polizisten unterstützen Hessens Behörden im Flüchtlingsbereich. Diese werden nach Angaben des Innenministeriums in der „Rückkehrberatung” des Landes eingesetzt. Dabei informieren sie insbesondere abgelehnte Asylsuchende über die sogenannte freiwillige Ausreise - als Alternative zur Abschiebung. Durch „gezielte Ansprache” werden Flüchtlinge dem Ministerium zufolge „frühzeitig auch über die freiwillige Ausreise und Rückkehroptionen aufgeklärt”. Hessen hat vor einigen Monaten ein eigenes Programm zur Förderung dieser Praxis aufgelegt. Dazu gehört auch der Einsatz der Ex-Polizisten.

Oftmals scheitere die freiwillige Ausreise „schon an Kleinigkeiten wie beispielsweise an der Übernahme von Transportkosten für Übergepäck oder Hausstand. Hier greifen die hessischen Fördergrundsätze”, erläuterte ein Ministeriumssprecher. Für einige Herkunftsländer wie Afghanistan, Iran oder Marokko können demnach auch Starthilfen gezahlt werden: je nach Land sind das 300 bis 500 Euro pro Erwachsenem und 150 bis 250 Euro für ein Kind.

Hessen investiert in diesem Jahr für das Programm eine Million Euro, 2018 und 2019 je rund zwei Millionen Euro. Flüchtlingsorganisationen wie Pro Asyl sehen die Beratungspraxis kritisch.

(dpa)
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