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Fünf Jahre Rauchverbot: Bilanz ist gemischt

Am 1. Oktober 2007 trat in Hessen das Nichtraucherschutzgesetz in Kraft getreten. Fünf Jahre später haben Regierung und Opposition eine unterschiedliche Bilanz gezogen.
Wiesbaden. 

Der Schutz der Nichtraucher habe sich bewährt, meinte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) am Montag. Hessen sei 2007 bundesweit mit gutem Beispiel vorangegangen. Dagegen kritisierte die hessischen Grünen, dass in kleinen Kneipen weiter geraucht werden dürfe. Die Gesundheitsbelastung für die dort Beschäftigten durch das Passivrauchen sei weiterhin extrem. Dies gelte gerade für kleinere Orten, wo es an gastronomischen Alternativen mangle, erklärte die Abgeordnete Kordula Schulz-Asche.

Das Nichtraucherschutzgesetz war in Hessen am 1. Oktober 2007 in Kraft getreten. Es sieht ein grundsätzliches Rauchverbot in Behörden, Krankenhäusern, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Sportanlagen und Flughäfen vor. Für Gaststätten und Restaurants wurde das Rauchen in abgetrennten Raucherräumen erlaubt. Anfang 2010 wurde die Regelung für kleine Gaststätten gelockert. In sogenannten Einraumkneipen darf der Wirt nun selbst entscheiden, ob dort geraucht oder nicht geraucht wird. Es dürfen dort aber nur kalte oder einfache warme Speisen verkauft werden.

Nach Angaben des Sozialministeriums sterben in Hessen jährlich an den Folgen des Tabakkonsums rund 10 000 Menschen sowie zusätzlich rund 250 Menschen an den Folgen des Passivrauchens. Als erfreulich bezeichnete Grüttner, dass der Anteil der jugendlichen Nie-Raucher bundesweit auf über 70 Prozent gestiegen sei. 2001 habe diese Zahl bei lediglich 40,5Prozent gelegen.

(dpa)
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