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Fünf Männer nach Explosion in Shisha-Bar angeklagt

Die völlig zerstörte Shisha-Bar in Gießen. Foto: Carolin Eckenfels/Archiv Die völlig zerstörte Shisha-Bar in Gießen.
Gießen. 

Vier Monate nach der Explosion in einer Shisha-Bar in Gießen sind der Bar-Besitzer und vier weitere Männer angeklagt worden. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag auf Anfrage sagte, wird ihnen besonders schwere Brandstiftung und versuchter Mord vorgeworfen. Die Hauptverhandlung vor dem Landgericht Gießen wird voraussichtlich Mitte Januar beginnen.

Nach der Tat Anfang August wurde einer der mutmaßlichen Täter mit schweren Verletzungen in eine Spezialklinik gebracht. Fünf weitere Menschen erlitten leichte Verletzungen. Die Männer hätten aus Habgier, Heimtücke und mit gemeingefährlichen Mittel gehandelt, so der Sprecher. Den Männern drohen nach Angaben der Staatsanwaltschaft bis zu 15 Jahren Haft. Die Behörde schließt auch eine lebenslange Freiheitsstrafe nicht aus. „Auch wenn es nur ein versuchter Mord war, kann das Urteil so ausfallen, denn die Motive sind besonders schwerwiegend”, sagte der Sprecher.

Bei dem Brand kam es zu einer Explosion, die Bar und ein angrenzendes Wohnhaus wurden schwer beschädigt. Es entstand Schaden von mehreren Hunderttausend Euro. Die Ermittler hatten drei Männer bereits in der ersten Woche nach der Tat gefasst. Ein vierter mutmaßlicher Beteiligter wurde Ende September festgenommen. Zwei der Verdächtigen legten ein Geständnis ab. Der Bar-Besitzer soll nach Erkenntnissen der Ermittler drei Männer beauftragt haben, ein Feuer zu legen, um Geld aus der Gebäudeversicherung zu kassieren.

(dpa)
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