Ganz Frankfurt joggt

70 000 Läufer aus rund 3000 Unternehmen sind gestern durch Frankfurt gelaufen. Die wohl größte Firmenlauf-Veranstaltung Europas verlief ohne Probleme. Die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt (46) gab den Startschuss. Mit Video!
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Frankfurt. 

Aus mehr als 300 Städten waren sie angereist, die Angestellten und Mitarbeiter von rund 3000 Unternehmen. Der Firmenlauf, den die amerikanische Investmentbank JP Morgan in Frankfurt organisiert, geht schon ins 20. Jahr. 70 000 Teilnehmer waren gemeldet. Es hätten mehr werden können. Aber: Mehr geht nicht, die Innenstadt war voll.

Ein Spektakel für Frankfurt

Jedes Jahr im Juni ist es ein fröhliches Spektakel, und die Frankfurter haben sich daran gewöhnt. Busweise kommen Angestellte aus Firmen, Behörden, Hochschulen und Krankenhäusern. Wie in diesem Jahr wieder die Mitarbeiter des Klinikums Höchst. 158 von ihnen nahmen in teil. Sie fuhren gemeinsam und stilgerecht im Klinik-Outfit mit der S-Bahn in die Innenstadt. Teamkapitän Thomas Dunczewski hatte über das Intranet des Krankenhauses und Anschlagtafeln innerhalb der Klinik zum Mitmachen aufgerufen. Und das mit Erfolg. "Wir sind seit mehreren Jahren dabei, und stets werden es mehr Teilnehmer. Am Anfang waren wir nur 30, sagte Dunczewski vor dem Lauf.

Tradition ist, dass viele der Teams sich an einem Lagerplatz treffen, umziehen, etwas trinken, ehe sie sich auf die 5,6 Kilometer lange Tour durch Frankfurt machen. So glichen die Anlagen auch wieder einem Heerlager. Lufthansa und Continental waren nach Angaben der Organisatoren mit jeweils mehr als 1000 Arbeitnehmern vertreten. Unter anderem nahm eine Abordnung der Anna-Schmidt-Schule teil, starteten die Betreuerinnen des deutsch-russischen Kindergartens, der Goethe-Universität und der Fachhochschule.

Alleine 700 Mitarbeiter der Landesregierung wurden durch ihre Ministerien ins Feld geschickt, als ranghöchster mit dabei: Innenminister Boris Rhein (CDU).

Diese Zeitung ist dabei

Auch diese Zeitung stellte ein Team von Läufern, unter ihnen Online-Chef Sebastian Holzapfel. "Ich hoffe, unter 30 Minuten ans Ziel zu kommen", sagte er. Aber das sei im Pulk der Läufer nicht ganz leicht. "Ständig hat man jemanden vor sich, kann sein Tempo nicht durchziehen." Ein Problem, das alle ehrgeizigen Läufer haben.

Witzige kleine Szenen spielten sich am Rande ab. So als ein Läuferteam des Reifenherstellers Continental sich kurz vor dem Start noch in aller Ruhe das Fußballspiel in einer Kneipe ansah, mit vollen Biergläsern in den Händen. "Seid ihr von der Abteilung Ersatzreifen?," fragte ein Mann vom Nebentisch unter lautem Gelächter. Die Continentalisten versprachen, etwas später zu starten. Erst müsse Italien gewinnen. "Das ist wichtiger für mich", sagte Mitarbeiter Giuseppe. Daraus wurde nichts.

Aus den Teilnahmegebühren – meist werden sie von den Arbeitgebern getragen – wird pro Läufer etwa 1,80 Euro für den Behindertensport bereitgestellt, JP Morgan verdoppelt den Betrag. So kamen in diesem Jahr 250 000 Euro zusammen.

Sieger des JP Morgan Corporate Challenge wurde Manuel Stöckert von der Bereitschaftspolizei Würzburg. Er brauchte 16:31 Minuten für die 5,6 Kilometer. Bei den Frauen siegte Katharina Heinig von der Polizei Hessen (19:02).tjs/göc/lhe

(tjs,göc,lhe)
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