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Auschwitz-Prozesse: Gedenken an Fritz Bauer mit Steinmeier

Heute wird Fritz Bauer in der Paulskirche geehrt. Der ehemalige hessische Generalstaatsanwalt ist vor allem mit den Frankfurter Auschwitz-Prozessen (1963-1965) verbunden, die weit über die Bundesrepublik hinaus ein Zeichen setzten.
Ein Foto von Fritz Bauer hängt in der Paulskirche. Foto: Frank Rumpenhorst Ein Foto von Fritz Bauer hängt in der Paulskirche.
Frankfurt. 

50 Jahre nach dem Tod von Fritz Bauer hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den ehemaligen hessischen Generalstaatsanwalt als eine «Schlüsselfigur» der jungen Bundesrepublik bezeichnet. Der Frankfurter Auschwitz-Prozess sei eine «Wegmarke» gewesen, sagte Steinmeier in einer Gedenkstunde für Bauer am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche. Bauer habe mit seinem Engagement die Rückkehr des Landes in die demokratische Weltgemeinschaft mit ermöglicht.

Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (1903-1968) hat sich in der Nachkriegszeit der juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen verschrieben. 50 Jahre nach seinem Tod wurde Bauer nun heute mit einem Gedenkakt in der Frankfurter Paulskirche geehrt.

ARCHIV - Das Archivbild aus dem Jahr 1961 zeigt den Chef-Ankläger des Frankfurter Auschwitz-Prozesses, Fritz Bauer.  dpa
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Am Sonntag kommt das Who-is-who aus hessischer und deutscher Politik, Justiz sowie wichtige Gesellschaftsvertreter zusammen, um einen Mann zu ehren: Fritz Bauer. Am 1. Juli 1968 starb der ehemalige hessische Generalstaatsanwalt. Warum man seinen Namen kennen muss:

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Bauer sei kein «Nazi-Jäger und Racheengel» gewesen, sondern «Aufklärer und Humanist», sagte Steinmeier. Ihm sei es mit der juristischen Ahndung der NS-Verbrechen darum gegangen, «die Deutschen vor einem Rückfall in die Barbarei zu schützen». Der Bundespräsident bezeichnete Bauer als Vorbild, dessen Kampf um die Demokratie gerade heute aktuell bleibe.

Frankfurt ist bei der Ehrung durch Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) vertreten, das Land durch den stellvertretenden Ministerpräsidenten Tarek Al-Wazir (Grüne). Der renommierte Zeithistoriker Norbert Frei von der Universität Jena wird einen Vortrag halten.

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Wie kaum ein anderer hatte sich Fritz Bauer die Aufarbeitung der deutschen NS-Verbrechen zur Lebensaufgabe gemacht: gegen jeden Widerstand und Gegenwind. 50 Jahre nach seinem Tod klingen seine Zitate aktueller denn je.

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Frei war einige Jahre lang auch Vorsitzender des 1995 gegründeten Fritz-Bauer-Instituts in Frankfurt. Es wird von Stadt und Land Hessen finanziell getragen und erforscht die Geschichte der nationalsozialistischen Massenverbrechen.

Der Richter und Staatsanwalt Fritz Bauer (1903 - 1968). Foto: Manfred Rehm/Archiv
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In Stuttgart geboren, nach Schweden geflohen, in Frankfurt zur historischen Persönlichkeit geworden: Fritz Bauer prägte wie kaum ein anderer die Vergangenheitsaufarbeitung in den Nachkriegsjahren. Dies sind die wichtigsten Daten seines Lebens.

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(dpa)

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