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Gedenken an erste Massendeportation von Frankfurter Juden

Frankfurt. 

Mehrere Dutzend Menschen haben am Mittwochabend der fast 1200 Frankfurter Juden gedacht, die vor 75 Jahren Opfer der ersten Massendeportation ins Lodzer Ghetto waren. „Die Forderung nach einem lokalen Frankfurter Gedenktag am 19. Oktober ist weiterhin aktuell”, sagte Hartmut Schmidt von der Initiative Frankfurter Stolpersteine, die zu der Veranstaltung aufgerufen hatte. Schmidt und andere Mitglieder der Initiative verlasen Namen von Deportierten und berichteten über das Schicksal von einigen wie etwa Julie Baum, einer Großnichte Abraham Geigers, des bedeutenden Rabbiners und Vertreter der jüdischen Reformbewegung.

Vom 19. Oktober 1941 bis zum September 1942 wurden insgesamt rund 10 000 Frankfurter Juden in Ghettos im vom nationalsozialistischen Deutschland besetzten Polen oder in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Rund 200 Menschen des ersten Deportiertentransports überlebten nicht einmal zwei Monate lang die von Enge, Armut und Hunger geprägten Verhältnisse im Lodzer Ghetto, sagte die Frankfurter Historikerin Monica Kingreen.

(dpa)
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