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Jusos fordern Rheins Rücktritt: Gegenseitige Kritik - Polizei und Aktivisten ziehen Bilanz

Die Frankfurter Polizei hat ihr Vorgehen bei der Großdemonstration des kapitalismuskritischen Bündnisses Blockupy verteidigt. Der Vorwurf, die Einsatzkräfte hätten von langer Hand geplant, die Demonstranten einzukesseln, sei völlig aus der Luft gegriffen, sagte Polizeipräsident Achim Thiel laut einer Mitteilung. Die Jusos fordern den Rücktritt von Inneminister Boris Rhein.
Die letzten verbliebenen Demonstranten im Polizeikessel. Bilder > Die letzten verbliebenen Demonstranten im Polizeikessel.
Frankfurt.  Unterdessen begannen am Sonntag die Aufräumarbeiten in der teilweise völlig vermüllten Frankfurter Innenstadt. Die ersten Polizeistaffeln, die aus benachbarten Bundesländern zur Unterstützung gerufen worden waren, reisten ab, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Am Sonntagnachmittag sollten die Aktionstage zu Ende gehen.
Bilderstrecke Rückblick: Blockupy-Großdemo außer Kontrolle
Im Schein einer Straßenlaterne führen am 1. Juni .2013 in der Innenstadt von Frankfurt am Main (Hessen) Polizisten Demonstranten ab. Das globalisierungskritische Bündnis will mit Blockadeaktionen und Demonstrationen unter anderem den Geschäftsbetrieb der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Flughafens behindern. Foto: dpaDie Polizei zählt rund 7.000 Teilnehmer.Am Baseler Platz trafen sich die Protestler. Nach der Auftaktkundgebung setzten sich die Demonstranten . . .

Mit einem Großaufgebot hatte die Polizei am Samstag in der Innenstadt die Hauptkundgebung der Blockupy-Bewegung verhindert und vermummte Demonstranten über Stunden hinweg eingekesselt. Dennoch war es zu teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Wie viele Menschen dabei verletzt wurden, blieb auch am Sonntagmittag nach Angaben der Polizei voerst noch unklar.

Stundenlang eingekesselt

Nach ihrer Darstellung waren lediglich Störer von dem Demonstrationszug getrennt worden, um «den friedlichen Protestteilnehmern die Fortsetzung des Aufzuges zu ermöglichen». Blockupy hingegen sprach von einer «vorbereiteten Falle». «Wir sind wütend, sauer, wie das abgelaufen ist», sagte Hanno Bruchmann von Blockupy der dpa.

Nach dem massiven Polizeieinsatz bei der Blockupy-Demo in Frankfurt haben die südhessischen Jungsozialisten den Rücktritt von Innenminister Boris Rhein (CDU) gefordert. «Als politisch Verantwortlicher für dieses Fiasko ist Innenminister Rhein keine Minute länger mehr tragbar», sagte Juso-Vorsitzender Christian Heimpel, der als offizieller Demonstrationsbeobachter der Stadt Frankfurt bestellt war.

Vorwürfe gegen Rhein

Er warf in einer am Sonntag veröffentlichten Stellungnahme der Polizeiführung ein aggressives und «absolut unverhältnismäßiges Vorgehen» bei ihrem Einsatz am Samstag vor. Dass der Staat mit Gewalt gegen seine Bürger vorgeht, dürfe nur das absolut letzte Mittel der Auseinandersetzung sein, mahnte Heimpel.

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