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Geld abgezweigt: Bewährung für Versicherungspraktikanten

Ein Blick auf das Gebäude vom Landgericht und Amtsgericht. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv Ein Blick auf das Gebäude vom Landgericht und Amtsgericht.
Frankfurt/Main. 

Weil er bei der Bearbeitung von Schadensfällen Beträge auf das eigene Konto überwiesen hat, ist ein Versicherungspraktikant zu eineinhalb Jahren Bewährungsstrafe verurteilt worden. Die Richter des Amtsgerichts Frankfurt gingen am Montag von zehn Einzelfällen aus, bei denen insgesamt 35 800 Euro auf das Konto des Jurastudenten umgeleitet wurden. Offenbar gab es bei der Freigabe der Versicherungskonten eine „Lücke im System”, die der 25-Jährige ausnutzte, bis ihm eine firmeninterne Revision auf die Schliche kam.

Vor Gericht legte der Mann ein umfassendes Geständnis ab. Hintergrund der Straftaten sei seine große Spielleidenschaft und seine Vorliebe für Sportwetten gewesen. Den kompletten Betrag habe er am Pokertisch und in diversen Wettbüros umgesetzt. Der Angeklagte kündigte an, an eine Therapie beginnen zu wollen.

Sollte das Urteil rechtskräftig werden, wird es voraussichtlich für ihn schwer mit der anstehenden Referendarausbildung. Sein Verteidiger hatte deshalb auch lediglich ein Jahr zur Bewährung beantragt, um sein berufliches Fortkommen nicht zu gefährden. Als Bewährungsauflage sagte der Angeklagte die ratenweise Wiedergutmachung des Schadens zu.

(dpa)
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