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Gericht: Jugendamt darf Baby wegnehmen

Auf einer Richterbank liegt ein hölzerner Richterhammer. Foto: Uli Deck/Archiv Auf einer Richterbank liegt ein hölzerner Richterhammer.
Frankfurt/Main. 

Wenn Kinderpornografie und Missbrauch drohen, kann das Jugendamt ein Neugeborenes aus der Familie nehmen. Das Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) hat in einem Eilverfahren entschieden, dass einer Mutter zu Recht das personenbezogene Sorgerecht entzogen wurde. Bereits der dringende Tatverdacht begründe die Annahme einer Gefährdung des Kindeswohls, berichtete das Gericht am Freitag.

Die Mutter hat mit ihrem Lebensgefährten drei Töchter. Gegen ihn laufen mehrere Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Kinderpornografie und sexuellen Missbrauchs der beiden älteren Töchter. Das dritte Kind wurde nach der Geburt noch im Krankenhaus vom Jugendamt in Obhut genommen und in einer Pflegefamilie untergebracht. Das hessische Familiengericht entzog der Mutter vorläufig das Sorgerecht.

Gegen diesen Beschluss legte die Mutter Beschwerde ein - ohne Erfolg. Das Kindeswohl wäre im Haushalt gefährdet, stellte das OLG fest. Das Mädchen von seinen Eltern zu trennen, sei zwar nur unter strengen Anforderungen zulässig, diese Voraussetzungen lägen hier aber vor. Es bestehe die „erhebliche und nachhaltige Gefahr”, dass auch das Baby vom Lebensgefährten der Mutter „zur Befriedigung eigener und fremder sexueller und kinderpornografische Interessen missbraucht” werde. Die Kindesmutter habe sich bislang nicht von dem Mann distanziert.

(dpa)
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