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Gesamtinventar des Internationalen Suchdienstes im Internet

Christian Groh, Archivleiter beim Internationalen Suchdienst (ITS). Foto: Uwe Zucchi/Archiv Christian Groh, Archivleiter beim Internationalen Suchdienst (ITS). Foto: Uwe Zucchi/Archiv
Bad Arolsen. 

Das Gesamtinventar des Internationalen Suchdienst (ITS) ist nun online abrufbar. „Nutzer des Archivs können sich anhand des Gesamtinventars einen guten Eindruck von der Struktur und den Inhalten der Bestände verschaffen”, sagte Archivleiter Christian Groh laut ITS-Mitteilung vom Montag. Themenrecherchen und die Vorbereitung eines Archivbesuchs seien damit für Forscher erheblich leichter. Das auf deutsch und englisch verfügbare Inventar bietet zu Teilbeständen grundlegende Angaben wie Titel, Umfang, und eine kurze Inhaltsangabe. Die Angaben sollen bei vorläufig oder oberflächlich erschlossenen Bestände schrittweise um detaillierte Bestandsbeschreibungen ergänzt werden.

Der Internationale Suchdienst ist eine der wichtigsten Aufklärungsstellen für die Familien von Nazi-Opfern. Beim ITS lagern rund 30 Millionen Dokumente aus Konzentrationslagern, Ghettos und Gestapo-Gefängnissen sowie Unterlagen über die Zwangsarbeit und die Migration infolge des Zweiten Weltkrieges, darunter Informationen über Anne Frank, Willy Brandt oder eine Kopie von „Schindlers Liste”. Die Originaldokumente und die Zentrale Namenkartei des ITS gehören zum Unesco-Weltdokumentenerbe.

(dpa)
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