E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 14°C

Gewerkschaft fordert kräftiges Gehaltsplus für Chemiebranche

Wiesbaden. 

Kurz vor dem Auftakt der Tarifverhandlungen in der hessischen Chemie- und Pharmaindustrie hat die Gewerkschaft IG BCE deutlich mehr Gehalt gefordert. Die Arbeitnehmervertreter verlangten für die 105 000 Branchenbeschäftigten im Bundesland 6 Prozent mehr Entgelt bei 12 Monaten Laufzeit. Die Beschäftigten müssten einen gerechten Anteil an der „hervorragenden Lage” der Unternehmen bekommen, erklärte IG-BCE-Verhandlungsführer Volker Weber am Freitag in Wiesbaden.

Die Gewerkschaft fordert ferner eine Erhöhung des Urlaubsgeldes für Vollzeitbeschäftigte von 22,45 auf 40 Euro pro Tag. Auszubildende müssten 900 statt knapp 450 Euro pro Jahr bekommen. Ferner sollten sich die Beschäftigten ihre Arbeitszeiten flexibler einteilen können.

Der Arbeitgeberverband HessenChemie wies die Forderungen zurück. „Sechs Prozent mehr Entgelt plus ein Prozent durch eine Verdoppelung des Urlaubsgeldes, das ist mehr als alle anderen Gewerkschaften in der Tarifrunde 2018 bislang gefordert haben”, entgegnete Hauptgeschäftsführer Dirk Meyer. Der Umsatz der hessischen Chemiebranche habe 2017 nur um ein Prozent zugelegt. Das liege auch am großen Anteil der Pharmaindustrie, die unter Preisdruck leide. Den exportorientierten Firmen mache zudem der starke Dollar zu schaffen.

Meyer pochte angesichts von Risiken wie internationalen Handelskonflikten und Brexit auf eine „verantwortungsvolle Tarifpolitik.” Ein Angebot legten die Arbeitgeber zunächst nicht vor. Die Tarifverhandlungen beginnen am 22. Juni in Bad Homburg.

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Rhein-Main & Hessen

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen