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HIV-Infektionen in Hessen: Frankfurt gilt als „Hochburg”

Rote Aids Schleifen liegen auf einer Unterlage in den Regenbogenfarben. Foto: Jens Kalaene/Archiv Rote Aids Schleifen liegen auf einer Unterlage in den Regenbogenfarben. Foto: Jens Kalaene/Archiv
Frankfurt. 

Aufklärung und Prävention haben sich nach Meinung der Frankfurter Aids-Hilfe beim Kampf gegen die Immunschwächekrankheit bewährt: Im vergangenen Jahr habe es nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Hessen 280 HIV-Neuinfektionen gegeben. Schätzungen zufolge leben in Hessen zwischen 6000 und 7000 Menschen mit HIV/Aids. Etwa 69 Prozent der Betroffenen seien homosexuelle Männer. „Frankfurt ist sicherlich eine Hochburg, nicht nur in Hessen, sondern deutschlandweit”, sagte Florian Beger, Sprecher der Frankfurter Aids-Hilfe, am Donnerstag in Frankfurt.

Besonders wichtig sei es, diejenigen zu erreichen, die HIV-positiv oder womöglich schon an Aids erkrankt sind, aber nichts davon wissen, betonte Carsten Gehrig, Leiter des Fachbereichs Psychosoziales. Schätzungen zufolge leben in Deutschland mehr als 12 000 Menschen, die nicht wissen, dass sie HIV-infiziert sind. Um Schwellenängste zu überwinden, sei das anonyme Testangebot der Aids-Hilfe besonders wichtig. „Allerdings ist der ländliche Bereich ein Problem”, sagte Gehrig. Hier gebe es zu wenig Angebote.

Am 1. Dezember, dem Internationalen Welt Aids-Tag, organisiert die Frankfurter Aids-Hilfe in der Paulskirche eine Veranstaltung - die nach eigenen Angaben größte derartige in Deutschland. Mit dem Motto „Haltung” soll auch ein Zeichen gegen rechtspopulistische Parolen gesetzt werden.

(dpa)
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