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Landgericht Frankfurt: Haft für Geldfälschung: 50 Millionen Blüten hergestellt

Für rund 50 Millionen falsche Banknoten hat das Landgericht Frankfurt einen Mann am Donnerstag zu sieben Jahren Haft verurteilt.
Richterhammer auf einer Richterbank. Foto: Uli Deck/Archiv Richterhammer auf einer Richterbank.
Frankfurt/Main. 

Für rund 50 Millionen falsche Banknoten hat das Landgericht Frankfurt einen Mann am Donnerstag zu sieben Jahren Haft verurteilt. Die Kammer bescheinigte dem 41-Jährigen gewerbsmäßige Geldfälschung sowie mehrere Verstöße gegen das Iran-Embargo der Europäischen Union. Der in Deutschland ansässige Iraner habe über einen längeren Zeitraum die Herstellung falscher Zahlungsmittel im Iran begleitet und organisiert, meinte die Kammer. So seien von iranischen Revolutionsgarden rund 50 Millionen jemenitische Blüten hergestellt worden, um den Konflikt im Bürgerkrieg im Jemen anzuheizen, hieß es im Urteil. Zahlreiche Chat- und E-Mail-Kontakte des Angeklagten zu iranischen Partnern hätten dessen Täterschaft untermauert.

Ursprünglich hatte sich der Angeklagte lediglich wegen der Lieferung einer Druckmaschine sowie Spezialpapiers vor Gericht zu verantworten. Die weiteren Beweismittel hinsichtlich der Geldfälschung waren erst während der Verhandlung ans Tageslicht gekommen. Die bereits auf 20 Container verladene Maschine konnte indes noch in Deutschland beschlagnahmt werden.

Im Strafmaß blieb das Gericht geringfügig hinter dem Antrag der Staatsanwaltschaft von siebeneinhalb Jahren zurück. Die Verteidiger forderten hingegen Freispruch. Die vom Angeklagten begleitete Geldherstellung habe legale Ziele verfolgt und sei mit der Iranischen Zentralbank abgestimmt gewesen. Das Gericht wies dies als Schutzbehauptung zurück. 

(dpa)

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